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Willkommen bei Renergie Ruhr-Hellweg


11.09.19: Vereinssitzung

Wir treffen uns am Mittwoch, 11.09.2019 um 19 Uhr in der Gaststätte "Zum Markgrafen", Markt 7, Fröndenberg zur Vereinssitzung. (Karte).


Alle Vereinsmitglieder und Interessierte sind herzlich eingeladen. Unsere Treffen finden turnusmäßig jeweils am zweiten Mittwoch eines Monats statt.



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Renergie Ruhr-Hellweg e.V. ist nun bei Twitter aktiv. Wir werden auch dort uns relevant erscheinde Informationen posten.

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Aktion: Der PV-Deckel muss weg

Renergie übergibt Unterschriften-Deckel an MdB Kaczmarek

Der Verein Renergie Ruhr-Hellweg beteiligt sich an der Aktion #DerPVDeckelMussWeg. Mit dieser, von Prof. Quaschning initiierten Aktion, werden Entscheidungsträger der Politik angesprochen, sich für die Abschaffung des 52 GW PV-Deckels einzusetzen. Symbolisch werden den Politikern verschiedenste Deckel überreicht.

PV-Deckel

Renergie hat Bierdeckel (s.u.) drucken lassen, die auf der Vorderseite das Logo der Aktion und auf der Rückseite ein Unterschriftsfeld haben. Der Verein hat Bürger über die drohenden Kürzungen der Föderung von PV-Anlagen informiert. Weit über 300 Bürger beteiligten sich an der Aktion und unterschrieben den Deckel.

Am 3. Mai 2019 konnte der Verein die gesammelten Deckel an Hrn. MdB Kaczmarek überreichen und ihn über die Hintergründe der Aktion informieren.

In der kleinen Pressenkonferenz erläuterte B. Molitor (Vorstand Renergie) das Anliegen der Aktion:

Sehr geehrter Herr Kaczmarek,
zunächst einmal vielen Dank, dass Sie uns hier in Ihrem Bürgerbüro empfangen und wir unser Anliegen Ihnen direkt vortragen können. Wir freuen uns, dass auch die Presse dabei ist.

Denn Klimaschutz geht uns alle an und Gott sei Dank ist dieses Thema inzwischen auch mehr in den Medien präsent. Dies nicht zuletzt dadurch, dass wir im letzten Jahr alle selbst erfahren haben, dass ein heißer Sommer durchaus auch seine Schattenseiten haben kann. Nicht nur der Mensch hatte seine liebe Not mit der Hitze, auch die Landwirtschaft hatte starke Trockenschäden und einen großen Ernteausfall und die Bundesregierung öffnete das Portemonnaie und zahlte Ausgleich, den man durchaus als Klimaschäden verbuchen kann. Andere Schäden, z.B. durch die vielen Waldbrände sind wohl eher nicht erfasst u.a. auch weil Feuerwehrleute ja sowieso bezahlt werden, auch wenn es nicht brennt. So sind die wahren Kosten des heißen Sommers nicht wirklich dem Verursacher zugeordnet. Und der Wald, na ja, da er wohl keinen bilanztechnischen Buchwert im Vermögen der Bundesrepublik Deutschland hat, ist hier der wirkliche Schaden auch nicht bekannt. Wie so viele Schäden, die in der Umwelt passieren, aber nicht als Kosten bilanziert werden. Und das sollte sich künftig ändern.

Aber der heiße Sommer 2018 ist längst vorbei und die Medien hätten das Thema Klimaschutz schon längst wieder ad acta gelegt (und die Politik sowieso), wenn zum Glück nicht eine kleine 16-jährige Schwedin die Welt aufgemischt hätte. Mit dem Schulstreik vor dem schwedischen Parlament hat Greta Thumberg die jungen Menschen in der Welt erreicht und viele Schüler folgen ihrem Beispiel und streiken freitags die Schule, was natürlich die Politik auf die Palme bringt. Diese Schüler werfen der Politik weltweit, aber auch hier in Deutschland, Untätigkeit vor. Untätigkeit bei der Reduktion der Treibhausgase, obwohl alle Fakten und alle Folgen des Klimawandels hinreichend bekannt sind und von allen ernstzunehmenden Wissenschaftlern mehr als 1000-fach belegt sind. Die Schüler argumentieren, dass sie Konsequenzen und Nachteile in der Schule in Kauf nehmen, weil die Nachteile, die ihre Generation durch die Folgen der Klimakatastrophe erleiden wird, sie am Ende noch stärker treffen wird, wenn nicht jetzt sofort gehandelt wird.

Und jetzt sind wir beim Handeln. Wir als Bürgerenergieverein sorgen uns um die Nutzung der Photovoltaik, als ein wichtiger Beitrag zu Erzeugung von regenerativem und damit klimafreundlichem Strom. Das Erneuerbare Energiegesetz (EEG) hat mit dazu beigetragen, dass die photovoltaische Stromerzeugung heute weltweit zu sehr niedrigen Kosten möglich ist. Sie sind bereits heute deutlich günstiger als neu gebaute Kohlekraftwerke.

Die kleinen PV-Dachanlagen benötigen allerdings noch die Einspeisevergütung für den nicht eigen genutzten Strom, der dann ins öffentliche Netz eingespeist wird. Aktuell sind dies für im Mai 2019 installierte Anlagen bis 10 kWp genau 10,95 ct/kWh. Monatlich fällt dieser Betrag weiter, aktuell um 1,4 % pro Monat. Bisher wurden in Deutschland (Stand März 2019 laut Bundesnetzagentur) 47,2 GW an PV-Leistung installiert. Wenn die Summe aller PV-Anlagen den gedeckelten Wert von 52 GW erreicht hat, fällt die Einspeisevergütung für ins Netz eingespeisten Strom ganz weg. Dies wird wahrscheinlich schon Mitte nächsten Jahres der Fall sein. Danach werden die Installationen kleiner Dachanlagen und auch mittlerer Bürgerenergieanlagen deutlich einbrechen, weil trotz sinkendender Herstellkosten sich diese Anlagen gar nicht mehr rechnen. Dies ist umso schlimmer, als es wieder die von Bürgern getragene Energiewende trifft. Dabei ist gerade die dezentrale Stromerzeugung die allerbeste, weil der Strom direkt an Ort und Stelle verbraucht wird.

Der Deckel muss also weg. Daher haben wir die Idee von Prof. Quaschning von der HTW Berlin aufgegriffen und einen Bierdeckel kreiert, der symbolisch verdeutlicht, dass der PV-Deckel bald voll ist und abgeschafft werden muss.

Wir haben über 300 unterschriebene Deckel in dieser Kiste und übergeben Ihnen dieses Meinungsbild der Bürger von Fröndenberg und Umgebung, das wir überwiegend anlässlich des Frühlingsmarkts 2019 aufgenommen haben. Die Bürger haben erst sehr gestaunt, weil die wenigsten diese Regelung kannten, nach der Erklärung aber mit über 95 % diesen Bierdeckel unterschrieben.

Nehmen Sie dieses Meinungsbild mit nach Berlin und setzen Sie sich in Ihrer Partei für die Abschaffung des 52-GW-Deckels ein und sorgen Sie mit dafür, dass ein neues EEG geschaffen wird, das von überbordender Bürokratie befreit wird und das die Bürgerenergie wieder deutlich stärkt. Wir benötigen weiterhin die Förderung und den Ausbau von Speichertechnologien. Denn die teuren und in dieser Größe unnötigen Stromnetze (die ja seit vielen Jahren kontrovers diskutiert werden) helfen dann nicht, wenn der regenerative Strom temporär im Überschuss vorhanden ist, aber nirgendwo verbraucht werden kann. Hier helfen eben nur die Speicher und das sollten Sie Ihrem Wirtschaftsminister Peter Altmeier unbedingt beibringen.

Denn wir haben noch einen weiten und steinigen Weg vor uns, um die von der Bundesregierung nach der Klimakonferenz in Paris selbst gesteckten Klimaziele zu erreichen. Das was ihre Partei und die Bundesregierung bisher auf den Weg gebracht ist hier völlig unzureichend.

Nutzen Sie weiterhin die Bereitschaft von Millionen von Bürgern, die bereits in Bürgerenergieanlagen beteiligt sind bzw. gewillt sind das zu tun, wenn es denn einfacher möglich wäre. Und das nicht nur bei der Stromerzeugung, sondern auch bei der Wärme. Es gibt gute Beispiele von BHKWs mit Nahwärmekonzepten in Kombination mit solarer Wärmenutzung und Wärmespeicher. Die Bürger sind bereit Ihr Geld für den Klimaschutz zu investieren, nur muss der Staat die Weichen auch entsprechend stellen. Und der Bürger stellt keine Renditeforderung von bis zu 10 %, wie dies die Stromkonzerne am liebsten zugesichert hätten.

In diesem Sinne hoffen wir demnächst positivere Botschaften aus Berlin zu hören, im Sinne eines radikalen Umdenkens in der Klimapolitik unserer Bundesregierung.



Der PV-Deckel muss weg!

Der renommierte Energie-Professor Volker Quaschning hat die Aktion #DerPVDeckelMussWeg gestartet.

Worum geht es? Das EEG sieht vor, dass „Wenn die Summe der installierten Leistung der Solaranlagen … 52.000 Megawatt überschreitet, verringert sich die anzulegenden Werte auf null.“

Das bedeutet, dass es voraussichtlich ab nächstem Jahr (2020) keine Förderung mehr für PV-Anlagen geben wird. Einfamilienhaus-Anlagen wären damit nicht mehr wirtschaftlich zu betreiben. Eine 10 kW PV-Anlage spart jedes Jahr ca. 4 Tonnen CO2 ein. In Deutschland haben wir ca. 10 Millionen Dächer. Hier wird ein riesiges Potential verschenkt.

PV-Deckel

Prof. Quaschning möchte mit seiner Aktion auf das, in der Öffentlichkeit weitgehend unbekannte, Problem aufmerksam machen und die Entscheidungsträger zu einem Umdenken zu bewegen. Im Rahmen der Aktion sollen verschiedenste Deckel mit einem Begleitschreiben an politische Akteure gesandt werden. In diesem Video erläutert Prof. Quaschning seine Aktion: #DerPVDeckelMussWeg-Video. Prof. Quaschning hat diesen Brief an Minister Altmaier geschickt: Brief an Peter Altmaier.

Der Verein Renergie Ruhr-Hellweg beteiligt sich auch an dieser Aktion. Der Verein hat extra Bierdeckel mit der Aktionsgrafik drucken lassen und fordert viele Bürger auf, die Aktion durch eine Unterschrift zu unterstützen. Gelegenheit dazu gibt es z.B. auf dem Fröndenberger Frühlingsmarkt am 7. April auf dem Gelände vor dem Kettenschmiedemuseum (Ruhrstr. 12). Der Verein ist mit einem Stand präsent und informiert über die Aktion #DerPVDeckelMussWeg und weitere Möglichkeiten, wie wir die Klimakatastrophe hoffentlich noch abwenden können.



Jahreshauptversammlung Renergie Ruhr-Hellweg

Auf der öffentlichen Jahreshauptversammlung von Renergie Ruhr-Hellweg e.V. am 10.04.2019 im Restaurant "Zum Markgraf" konnte der Vorsitzende über rege Aktivitäten des Vereins in Sachen Klimaschutzes berichten. Höhepunkte der letzten Jahresperiode waren die beiden Bürgerinformations-Veranstaltungen zur lokalen Energiewende, die gemeinsam mit den Stadtwerken Fröndenberg in der Kulturschmiede stattfanden. Mit den Themen "E-Mobilität + Solardach" in Juni letzten Jahres und "Heizen-Duschen-Klimaschutz?" im März diesen Jahres wurden die Bürger über die Nutzung von erneuerbaren Energien informiert.

Die von Renergie initierten Bürger-Solaranlagen laufen allesamt seit Jahren positiver als erwartet und das nicht nur wegen des Supersonnenjahres 2018. Der Verein möchte aufgrund dieser guten Erfahrungen weitere Bürgerenerigeanlagen auf den Weg bringen. Daher freut sich Renergie über Angebote von kommunalen, gewerblichen oder private Dächern zur Errichtung von Photovoltaikanlagen.

Auch in Sachen Öffentlichkeitsarbeit will der Verein zukünftig weitere Informationsmöglichkeiten über regenerative Energien anbieten, zumal der Klimaschutz endlich, nicht zuletzt auch durch die Schülerbewegung "Fridays for Future", mehr ins öffentliche Bewußtssein tritt.

Die Versammlung wählte den Vorstand für die nächsten zwei Jahre. Mit Florian Jonnaert als 2. Vorsitzenden und Marc Hilgenstock als Beisitzer wurden zwei junge Klimaschützer neu in den Vorstand gewählt. Bestätigt in Ihrem Ämtern wurden Hans-Jürgen Karnatz als Schatzmeister und Bernd Molitor als 1. Vorsitzender.

Der Geschäftsbericht ist unter Geschäftsbericht nachzulesen.



PV-Anlagen im Stammdatenregister registrieren

14.04.19

Das Marktstammdatenregister (MaStR) ist online. Eigentlich sollte das MaStR bereits zum 1.7.2017 mit dem Inkrafttreten der Verordnung über das "zentrale elektronische Verzeichnis energiewirtschaftlicher Daten (Marktstammdatenregisterverordnung - MaStRV)“ aktiv sein. Es kam aber immer wieder zu Verzögerungen.

Nun können PV-Anlagen (genauer: Marktakteure des Strom- und Gasmarktes) im online-Portal registriert werden. „Dies nimmt etwa 20 Minuten in Anspruch, wenn Sie die Daten und Unterlagen zur Hand haben“, schreibt das MaStR. Es gibt umfangreiche Hilfestellungen, FAQs und Videoanleitungen.

Für die Registrierung gelten verschiedene Fristen. Die Details sind beim MaStR beschrieben. Für bestehende PV-Altanlagen (vor 1.7.2017) muss die Registrierung wohl bis zum 31.1.2021 vorgenommen werden. Bitte schauen Sie auf den Seiten des MaStR nach.



Klimawandel - Oder doch nur: Das Wetter?

Video Tipp

Der letzte Sommer war ein Ausnahme-Sommer: sehr lange schönes Wetter, Dürre und in Folge hohe Benzinpreise.

Karsten Schwanke, Meteorologe und ARD-Moderator, erklärt wie es zu diesem Sommer kam und warum solche Sommer immer häufiger vorkommen werden. Aber auch Überschwemmungen in Deutschland und Hagelkörner mit über 20 cm Durchmesser sind möglich.

In seinem kurzweiligem Vortrag, den er an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg im Department Physik hielt, erläutert er, welche Auswirkungen die bisherige Klimaerwärmung von ca. 1 Grad bereits hat und womit wir in Zukunft rechnen müssen.

Hr. Schwanke zeigt die physikalische Zusammenhänge und Wechselwirkungen zwischen der Atmosphäre, dem Ozean und der Erde.

Hier geht es zum Video: zum Video