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Renergie nimmt PV-Anlage mit Batteriespeicher in Betrieb

03.08.21

Zum 10-jährigen Vereinsjubiläum erstellte Renergie Ruhr-Hellweg e.V. die erste vereinseigene Solaranlage und zeigt mit diesem Projekt, verwirklicht in Fröndenberg, wie sich eine Photovoltaikanlage (PV) innovativ einsetzen lässt. Die Solarmodule auf dem Dach einer Halle in Fröndenberg liefern sowohl Strom für die Direktnutzung als auch für die Einspeisung ins öffentliche Stromnetz.

Dem Wunsch eines privaten Bürgers ist der Bürgerenergieverein gerne nachgekommen, da er in diesem Projekt gleich mehrere innovative Aspekte umsetzen konnte.

Dazu ging der Verein eine Kooperation mit dem Inhaber der Dachfläche ein. Die Anlage wurde im Mai 2021 auf der Hohenheide in Betrieb genommen. Die Solaranlage mit einer Leistung von 21,78 Kilowatt im Peak in Ost-West Ausrichtung mit 66 Solarmodulen des deutschen Herstellers Heckert ermöglicht in Kombination mit zwei Kostal Wechselrichtern und einer BYD Speicherbatterie von 12,8 Kilowattstunden (kWh) ein hohes Potential zur eigenen Nutzung der elektischen Energie. Die tagsüber erzeugte Stromleistung kann erfahrungsgemäß häufig nicht vollständig unmittelbar verbraucht werden. Hier springt dann der Speicher ein, der den überschüssigen Strom aufnimmt. Wenn der Speicher voll ist, wird der Strom ins öffentliche Netz eingespeist.

PV mit Batterie
Leistungsübersicht einer privaten PV-Anlage; Screenshot aus dem Kostal-Solar-Portal

Die Ost-West Ausrichtung bietet darüber hinaus einen wesentlichen Vorteil, wenn der Fokus auf Eigenverbrauchoptimierung liegt. Die PV-Anlage sammelt morgens und abends mehr Sonnenenergie, gegenüber einer Anlage mit reinen Südausrichung, ein.

Nach Sonnenuntergang übernimmt der gespeicherte Batteriestrom dann die Stromversorgung. Bei guter Auslegung des Systems kann man sich damit an Sonnentagen komplett autark mit Sonnen-Strom versorgen.

Bei diesem Projekt gibt es jedoch noch eine weitere Besonderheit, die das Projekt so interessant macht. Der Hauseigentümer hat sein Bestandsgebäude aus den 80er Jahren vor zwei Jahren wärmetechnisch saniert und auf klimaschonenden Wärmepumpenbetrieb umgestellt, d.h. sowohl die Raumheizung als auch die Warmwasserbereitung werden zu 100 % über eine Sole/Wasser-Wärmepumpe betrieben. Eine Wärmepumpe benötigt Strom, welcher besonders effizient genutzt wird. Aus nur einer kWh elektrischen Strom erzeugt die Wärmepumpe aus der Erdwärme von 5 bis 10 °C aus bis zu 100 Meter Tiefe ca. 3 kWh bis 4 kWh Wärme für Heizung und Warmwasser.

Von den rund 10.000 kWh Strom, die für den Betrieb der Wärmepumpe pro Jahr erforderlich sind, wird nun möglichst viel von der PV-Anlage genommen. Diese Aufgabenstellung ist jedoch nicht so einfach, da die Wärmepumpe den höchsten Strombedarf im Winter und die PV-Anlage aber die höchste Stromerzeugung im Sommer hat. Angebot und Nachfrage stehen sich hier also gerade entgegengesetzt gegenüber. Da gilt es, das Gesamtsystem von Solarmodulen, Wechselrichtern und Speicher so zu optimieren, dass dennoch möglichst viel von dem Solarstrom des Daches genutzt werden kann. Zusätzlich fährt die Familie ein kleines Elektroauto als Zweitwagen und plant sogar, das Hauptfahrzeug zukünftig ebenfalls auf ein Elektrofahrzeug umzustellen.

Renergie hat in den vergangenen Monaten sein Vereinskonzept überarbeitet und dieses detailliert beschrieben. Der Verein möchte mehr denn je seinem Satzungsauftrag nachkommen und sich weiter für den Klimaschutz in der Region stark machen.

Der Verein hofft schon bald mit neuen Bürgerprojekten starten zu können und möchte auch wieder vermehrt Öffentlichkeitsarbeit für einen aktiven Klimaschutz betreiben. Wie wichtig es ist, auch selbst was zu tun und bisheriges Handeln zu überdenken, wurde uns gerade in den letzten Wochen überdeutlich vor Augen geführt. Der Verein freut sich über Mitbürger, die sich im Verein engagieren wollen und ihre Ideen und die Tatkraft zu Umsetzung nachhaltiger Projekte einbringen möchten.



Deutschland klimaneutral bis 2050 oder 2038?

Erklärungen zum CO2-Klimabudget

01.08.21

Deutschland hat sich im Pariser Klimaabkommen von 2015 dazu verpflichtet, die Erderwärmung auf unter zwei Grad, möglichst auf 1,5 Grad zu begrenzen.

CO2-Emissionen
Grafik: Prof. Stefan Rahmstorf, Creative Commons BY-SA 4.0.

Nun hört man von einigen Politikern, das bedeutet, dass Deutschland bis zum Jahr 2050 klimaneutral sein sollte. Wissenschaftler widersprechen und fordern, dass dieses Ziel bis Mitte der 2030er Jahre erreicht sein müsse. Sie bringen den Begriff des CO2-Budgets ins Spiel.

Was ist das CO2 Budget und wer hat recht?

Der Sachverständigenrat für Umweltfragen (SRU), ein Gremium, das die Bundesregierung berät, hat in einem kurzen Video die Bedeutung des CO2-Budgets erläutert. Weiter Informationen zum Umweltgutachten 2020 gibt es auf den Seiten des SRU.



Steuererleichterung für private PV-Anlagen

10.06.21

Erfreuliches gibt es aus dem Bundesfinanzministerium zu berichten.

Die PV-Anlage auf dem eigenen Dach muss nicht mehr in der Einkommensteuererklärung berücksichtig werden. Voraussetzungen sind, dass die Anlage kleiner als 10 kWp ist und nach 2003 in Betrieb genommen wurde. Unter diesen Bedingungen hat der PV-Anlagen Betreiber das „Liebhabereiwahlrecht“.

Die Einstufung als Liebhaberei-Anlage kann für die aktuelle und zukünftigen Veranlagungen zur Einkommenssteuer beantragt werden. Für Vorjahre gibt es diese Möglichkeit nur, falls die Bescheide noch nicht endgültig abgeschlossen sind. Im Gegenzug können dann allerdings auch keine Verluste aus dem Betrieb der PV-Anlage mehr geltend gemacht werden.

Diese Regelung geht auf ein Schreiben des Bundesministerium für Finanzen zurück. Das Finanzamt München hat das Schreiben des Bundesfinanzministeriums vom 02. Juni 2021 und ein Merkblatt zu den Details dieser Vereinfachung veröffentlicht. Hier steht auch eine Mustererklärung für das eigene Finanzamt zum download bereit.

Leider gilt diese Regelung (noch?) nicht für die Umsatzsteuer. Falls die Kleinunternehmerregelung aber in Betracht kommt, dann kann die PV-Anlage ohne das Ausfüllen der Formulare für das Finanzamt betrieben werden.

Das Bundesfinanzministerium hat hier einen wichtigen Schritt in die richtige Richtung getan. Ist es doch häufig die Angst vor überbordender Bürokratie, die Bürger davon abhält, eine PV-Anlagen auf das eigen Dach zu installieren.


Renergie kann eigene Projekte realisieren

Satzung des Vereins erweitert

31.03.21

Der Verein Renergie Ruhr-Hellweg e.V. möchte den Klimaschutz voranbringen. Bisher tat er dies unter anderem damit, dass er die Errichtung von Photovoltaik-Anlagen initiierte. So sind aus diesen Aktivitäten bisher sechs PV-Anlagen mit Bürgerbeteiligung errichtet worden.

Nun möchte der Verein selbst als Betreiber von PV-Anlagen (oder allgemeiner: Anlagen zur Erzeugung und/oder Speicherung erneuerbarer Energien) auftreten. Er bekommt dadurch Gelegenheit, besonders innovative oder ökologische Akzente setzen zu können. Konkret gibt es bereits Überlegungen, so eine PV-Anlage erstellen zu können.

Bisher war dies allerdings in der Satzung des Vereins nicht explizit vorgesehen. Der Vorstand des Vereins erarbeitete eine Erweiterung der Satzung und stellte diese in einem iterativen Verfahren den Vereinsmitgliedern vor.

Der endgültige Entwurf der Satzungsänderung wurde einer außerordentlichen Mitgliederversammlung am 31.03.21 vorgestellt. Die neue Satzung wurde von einer sehr großen Mehrheit der Vereinsmitglieder verabschiedet.

Die neue Satzung kann hier eingesehen werden: Satzung_2021



Renergie konkretisiert Anforderungen an einen Klimawald

11.09.20

Flyer 19.09.2019

Der Verein Renergie und auch die FWG haben vergangenes Jahr Anträge zur Schaffung eines Klimawaldes in den Rat der Stadt Fröndenberg eingereicht. Die Anträge unterscheiden sich jedoch inhaltlich und der Verein Renergie hat stärkeres Gewicht auf biologische Nachhaltigkeit und größere Wirkung auf den Klimaschutz (CO2 Reduzierung) gelegt.

Diese Punkte fanden leider kein Gehör im Rat und der Verein Renergie hat einen Ergänzungsantrag an den Rat der Stadt Fröndenberg gerichtet. Die beigefügte Stellungnahme ist mit dem NABU Fröndenberg abgestimmt und zusammen eingereicht worden.

Besonders wichtig waren Renergie und NABU folgende Punkte:

  1. Es soll ein reiner Naturschutzwald werden, der nicht als Wirtschaftswald betrieben wird.
  2. Pflanzung als ausgeprägter Mischwald mit klima- und stressresistenten Bäumen und Pflanzen
  3. Es sollen keine Ausgleichsflächen für anderweitig versiegelte Flächen herangezogen werden


Bericht zur Jahreshauptversammlung 2020

10.09.20

Der Geschäftsbericht zur Jahreshauptversammlung 2020 ist online: hier



Ist mein Dach für Solarenergie geeignet?

27.04.20

Energieatlas
Energieatlas NRW

Ist mein Dach für Solarenergie geeignet? Wer eine schnelle Information bekommen möchte, ob sein Dach für die Nutzung von Solarenergie geeignet ist, kann dies mit wenigen Klicks herausfinden.

Für NRW gibt es mehrere Seiten, auf denen an Hand von Luftbildaufnahmen dargestellt wird, welche Solarnutzung (Photovoltaik oder Solarthermie) möglich und sinnvoll ist.

Vorstellen möchten wir die Seiten Energieatlas NRW vom LANUV (Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW) und das Regionale Solarkataster vom Regionalverband Ruhr.

Beide Seiten funktionieren ähnlich: Nach der Eingabe der Adresse zoomt die Karte auf das entsprechnde Gebiet. Es kann ausgewählt werden, ob Informationen für die Nutzung von Photovoltaik oder Solarthermie gewünscht werden. Ein Farbcode zeigt die grundsätzliche Eignung an. Durch einen Klick auf das Haus / Objekt werden weitere Informationen und Ertragsrechner angeboten.

Einfach mal ausprobieren!



Erstellung eines Strategiepapiers für die Energiewende in Fröndenberg

08.03.20

Der Bürger-Energieverein Renergie Ruhr-Hellweg e.V. beantragt beim Rat der Stadt, dass die Stadt Fröndenberg die Erstellung eines Strategiepapiers für die Umsetzung der Energiewende veranlasst. Damit das Strategiepapier eine breite Zustimmung findet, soll es in einem Diskussionsprozess erarbeitet werden. Ein geeignetes Fachbüro soll beauftragt werden, um politisch Verantwortliche sowie Vertreterinnen und Vertreter zahlreicher gesellschaftlicher Gruppen zu moderieren. Mit den hier erstellten Eckpunkten kann eine breite Basis in unserer Stadt für eine regionale Energiewende gelegt werden. Sie können der Rahmen für Impulse und weitere Maßnahmen sein.

Der vollständigen Antrag kann hier nachgelesen werden: Antrag