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Kommunalwahl in NRW - Renergie fragt, die Kandidatinnen und Kandidaten antworten

06.09.20

Im ersten Teil sind die Antworten der Kandidaten*innen für das Amt des Bürgermeisters in Fröndenberg, weiter unten sind die Antworten der Kandidaten*innen für den Posten des Landrats.

Ist der Klimaschutz eine Bürgermeister*innen Herzenssache?

Das will der Bürger-Energieverein Renergie Ruhr-Hellweg wissen und hat 10 Fragen an Hrn. Büscher (FWG), Hrn. Freck (CDU, FDP), Fr. Müller (SPD) und Hrn. Schröer (Bündnis 90/Die Grünen) gestellt, die sich anschicken, das höchste Amt in der Stadt Fröndenberg zu bekleiden.

Alle Kandidaten*innen haben die Fragen beantwortet und der Verein ist erstaunt über manch unerwartete Aussage zum Klimaschutz. Auch der heikelsten Frage, den persönlichen CO2-Fußabdruck erstellen zu lassen, sind die Befragten in der Mehrzahl nicht ausgewichen.
Anmerkung: Hr. Büscher hat die Fragen in einem zusammenhängenden Text beantwortet.

  1. Thema Klimaneutralität
  2. Definition Klimaneutralität: Handlungen und Prozesse, die keine Treibhausgasemissionen verursachen oder deren Emissionen vollständig kompensiert werden können, haben keine, das Klima beeinflussende Wirkung, sie werden als klimaneutral bezeichnet.

    Frage 1: Welches zeitliche Ziel verfolgen Sie, um die Klimaneutralität der Stadt Fröndenberg Kommune, Privathaushalte, Gewerbe und Industrie) zu erreichen?

    Hr. Freck: Mir fehlt die Transparenz um erkennen zu können, welche konkreten Maßnahmen zur Umsetzung erforderlich sind und vor allem, welche Einwirkungs-/Motivationsmöglichkeiten mit Blick auf die bei dieser Frage bedeutsamen Bereiche Privathaushalte, Gewerbe und Industrie einer Stadt zur Verfügung stehen. Deshalb sehe ich mich jetzt nicht in der Lage, eine realistische Zeiteinschätzung abzugeben. Mir ist aber bekannt, dass sich schon einige Städte zu der Absicht bekannt haben, bis zum Jahr 2035 die Klimaneutralität erreichen zu wollen. Dieser Zeitpunkt könnte eine Orientierungshilfe sein.

    Fr. Müller: Es wäre nicht seriös, eine Zeitvorgabe zur Erreichung der Klimaneutralität unserer Stadt zu machen. Bereits Absichtserklärungen sind aus meiner Sicht nicht wirklich möglich, da Entwicklungen immer auch von Randbedingungen und äußeren Einflüssen abhängen. Es ist aber mein - auch öffentlich - erklärtes Ziel, als Bürgermeisterin für Fröndenberg intensiv auf die Klimaneutralität unserer Stadt hin zu arbeiten.

    Hr. Schröer: Natürlich will ich in meiner Amtszeit soviel zur Klimaneutralität beitragen, wie nur möglich. Schließlich war es der Klimaschutz, der mich im letzten Jahr zu den Grünen gebracht hat. Und das bringt mich auch schnell zu Frage 2…

  3. Thema Klimanotstand
  4. Der Stadtrat hat in seiner Sitzung am 25. September 2019 den Klimanotstand für die Stadt Fröndenberg erklärt.

    Frage 2: Was bedeutet das für Sie und was werden Sie als Bürgermeister*in konkret verändern, um dem Klimanotstand wirksam zu begegnen?

    Hr. Freck: Das bedeutet, dass wir den Aspekt des Klimaschutzes künftig bei allen Entscheidung berücksichtigen und im Rahmen der Entscheidungsfindung mit abwägen müssen. Im Übrigen bin ich der festen Überzeugung, dass wir als Stadt keinen wirksamen Ansatz finden werden, um aus unserem eigenen Handeln heraus dem Klimanotstand wirksam begegnen, ihn also eindämmen, zu können. Der Klimanotstand ist ein globales Problem, welchem lokal bzw. regional nicht erfolgreich zu begegnen ist. Wir können als Stadt lediglich einen äußerst bescheidenen Beitrag, z.B. durch angewandte Energieeffizienz, durch CO2-neutrale Beschaffung, Öffentlichkeitsarbeit und Sensibilisierungsprozesse, etc. beisteuern und wollen das auch, um so als Vorbild für unsere Unternehmen und Einwohner voran zu gehen.

    Fr. Müller: Der Beschluss des Rates unserer Stadt bedeutet für mich einen klaren Auftrag an die Bürgermeisterin, die klimatischen Auswirkungen sämtlicher Maßnahmen und Projekte in unserer Stadt fest zu stellen und den politischen Entscheidungsträgern darzustellen. Dazu gehört auch, das Handeln der städtischen Verwaltung auch zukünftig an Klimaschutzaspekten aus zu richten.
    Es müssen nicht immer und in jedem Fall ausschließlich Veränderungen sein, um dem Klimanotstand wirksam zu begegnen. Es ist ja nicht so, dass in Verwaltung und politischem Raum bisher kein Klimaschutz und Umweltschutz stattgefunden hat. Mitnichten!
    Aber es wird in Zukunft auch Veränderungen geben. Sie ergeben sich z.B. aus der Arbeit des Klimaschutzkoordinators bzw. der Klimaschutzkoordinatorin und deren Auswirkungen auf unsere Stadt (siehe auch Absatz 1 zu dieser Frage).

    Hr. Schröer: Was war das für eine Überraschung, als der Rat der Stadt Fröndenberg mit leichter Mehrheit den Klimanotstand ausgerufen hatte. Leider sind noch nicht viele Taten gefolgt. Das werde ich als Bürgermeister ändern. Ich werde penetrant lästig sein und dafür sorgen, dass bei jeder Entscheidung die Klimaneutralität bewertet wird und untersucht wird, ob es ggfs. ökologisch wirksamere Alternativen gibt. Nur wenn es im Bewusstsein aller Bürger*innen und Verwaltungsangestellten fest verankert ist, dass wir ein großes Problem haben und nur noch dieses eine Chance haben, die größte Klimakatastrophe abwenden zu können, können wir von einer Symbolpolitik zu einem echten Klimaschutz kommen.

  5. Thema Klimaschutz in der Stadtverwaltung
  6. Der Stadtrat hat beschlossen einen Klimaschutzmanager einzustellen. Dies ist laut verfügbarer Unterlagen der Stadtverwaltung bisher eine 3/4 Stelle und auch nur auf 2 Jahre befristet.

    Frage 3: Halten Sie diese Ausschreibung für ausreichend oder müsste das Engagement erhöht und eine unbefristete Vollzeitstelle ausgeschrieben werden, um überhaupt einen Bewerber nach Fröndenberg zu locken? Wie sollte der Klimaschutzmanager im Organigramm der Verwaltung eingeordnet sein?

    Hr. Freck: Fröndenberg ist eine kleine kreisangehörige Stadt, insofern halte ich die Bemessung der Arbeitszeit wie auch die vorgesehene Befristung für angemessen. Die Einstellung von Klimaschutzmanagern stellt für die meisten Kommunen eine neue Aufgabe dar. Wir brauchen erst einmal die Zeit, um den Arbeitsbedarf bemessen zu können und die Erfahrung, um uns auch die Frage zu beantworten, ob dieser Weg auf Dauer richtig ist oder ob man sich besser im Rahmen von interkommunaler Zusammenarbeit mit anderen Städten oder innerhalb des Kreises vernetzt. Da die Stadt für einen eigenen Umweltbereich zu klein ist, würde ich den Klimaxchutzmanager vermutlich als Stabsstelle direkt dem Bürgermeister zuordnen. Das muss sich aber noch ergeben.

    Fr. Müller: Ich bitte um Verständnis dafür, dass ich im Rahmen dieses Fragenkatalogs zu einer bereits getroffenen Personalsache keine Stellung nehme.
    Ich will, dass der Klimakoordinator bzw. die Klimakoordinatorin seine/ihre Arbeit zunächst beginnt. Ich hätte aber als Bürgermeisterin die Möglichkeit, das Arbeitsverhältnis auszuweiten, wenn sich hierfür eine Notwendigkeit ergäbe. Diese Möglichkeit würde ich dann auch nutzen. Dies gilt insbesondere für eine Entfristung des Arbeitsverhältnisses.
    Ich habe bereits mehrfach öffentlich geäußert, dass die Stelle des Klimakoordinators bzw. der Klimakoordinatorin mir als Bürgermeisterin direkt zugeordnet wäre. Dies werde ich im Organigramm der Stadtverwaltung auch genauso darstellen.

    Hr. Schröer: Natürlich ist die Klimawende nicht in 2 Jahren zu schaffen. Die Thematik wird uns fortlaufend beschäftigen (müssen). Eine Klimaschutzmanagerin gehört Vollzeit, unbefristet direkt am Bürgermeister angedockt.

    Frage 4: Wie wollen Sie sicherstellen, dass das Bewusstsein für die Klimakrise an Schulen, Kindergärten und bei den Bürger*innen sowie in Ihrer Verwaltung in Sachen Klimaschutz gestärkt wird?

    Hr. Freck: Durch entsprechende Öffentlichkeitsarbeit des Klimaschutzmanagers.

    Fr. Müller: Ich bin sicher, dass das Bewusstsein für die Klimakrise an Schulen, Kindergärten und bei den Bürgerinnen und Bürgern sowie der Stadtverwaltung längst massiv ausgeprägt ist. Die Klimaprobleme existieren ja nicht erst seit gestern.
    Ich für meinen Teil bin mir als Bürgermeisterin für Fröndenberg sicher, dass in allen genannten Bereichen das Bewusstsein für die Klimaprobleme nicht nachlassen wird, weil sich alle Beteiligten über die Wichtigkeit des Klimaschutzes und des Umweltschutzes im Klaren sind. Ich werde als Bürgermeisterin für Fröndenberg zu jeder Zeit für dieses Bewusstsein eintreten.

    Hr. Schröer: Eine gute Informationspolitik ist der Schlüssel zur Veränderung. Altersgerecht aufbereitet müssen Vorträge, wie der des Soester Meeresbiologen Dr. Udo Engelhardt, vom Kindergarten bis zum Seniorenheim die Bürger*innen informieren und motivieren zur Veränderung.

  7. Klimaschutz als gesamtgesellschaftliche Aufgabe
  8. Frage 5: Sind Sie bereit, einen regelmäßig tagenden Klimabeirat mit Beteiligung der Wirtschaft und aller gesellschaftlichen Gruppen zu Fragen der Klimakrise einzuberufen? Wenn nein, warum nicht?

    Hr. Freck: Dazu wäre ich bereit, wenn ich zu der Überzeugung komme, dass die Arbeit des Beirats wirksam ist. Hierzu wäre natürlich erst einmal eine Grundsatzentscheidung des Rates erforderlich und es müsste klar sein, ob und welche Kompetenzen ein solcher Beirat hätte.

    Fr. Müller: Ich sehe eine meiner Aufgaben als Bürgermeisterin darin, geeignete Instrumente zu finden, um Fragen zum Thema „Klima und Umwelt“ interessengruppenorientiert und bürgernah zu behandeln. Ein „Klimabeirat“ könnte ein Instrument sein.

    Hr. Schröer: Wie gesagt, Klimaschutz ist Chefsache. Klimaschutz kann nur funktionieren, wenn alle Beteiligten überzeugt sind und mitmachen. Daher gehören auch Wirtschaft und alle gesellschaftlichen Gruppen an einen Tisch – und das regelmäßig. Damit aus den Ergebnissen solcher Gespräche auch etwas wird, brauchen wir den Klimaschutzmanager.

    Frage 6: Welche Maßnahmen bzw. Anreize werden Sie ergreifen, damit das große Potential der Fassaden und Dachflächen von Gebäuden (privat, gewerblich und kommunal ) für die Installation von Photovoltaik- und Solarthermieanlagen stärker als bisher genutzt wird?

    Hr. Freck: Ich könnte mir vorstellen, den Klimaschutzmanager zur unterstützenden Öffentlichkeitsarbeit einzusetzen.

    Fr. Müller: Hierzu werde ich als Bürgermeisterin mit den zuständigen kommunalen Fachbereichen der Stadt (z.B. Bauverwaltung, Finanzverwaltung) ausführliche Gespräche führen. Diese Gespräche werden auch ergeben, welche Möglichkeiten es gibt, private oder gewerbliche Personen oder Organisationen zur vermehrten Nutzung regenerativer Energien zu bringen.

    Hr. Schröer: Zunächst einmal ist es wichtig, dass unser Netz ertüchtigt wird, weiteren Strom aus klimaneutralen Anlagen aufzunehmen. Ich glaube, die Bürger*innen und Geschäftsleute sind durchaus bereit, Photovoltaik- und Solarthermieanlagen auf und an ihren Gebäuden und Grundstücken anzubringen. Der Trend zur e-Mobilität wird das weiter befeuern und Fördermaßnahmen werden für die notwendige Motivation sorgen.

    Frage 7: Sind Sie dafür, dass unsere Stadtwerke hierzu den Netzausbau schnellstmöglich bewerkstelligen, damit in allen Stadtteilen Solaranlagen angeschlossen werden können?

    Hr. Freck: Ja! Aber ich muss auch akzeptieren, dass die Entscheidungskompetenz in dieser Frage bei den Stadtwerken liegt und dort unter Berücksichtigung der betriebswirtschaftlichen Belange getroffen wird. Wobei ich meine, dass die Stadtwerke den Netzausbau fortgesetzt haben.

    Fr. Müller: Eine vermehrte Nutzung regenerativer Energien ist logischerweise nur möglich, wenn die dazu erforderliche Infrastruktur vorhanden ist. Hierzu wären mit den Stadtwerken Gespräche zu führen.

    Hr. Schröer: Siehe Frage 6

  9. Klimaschutz eine Herzenssache des neuen Bürgermeisters?
  10. Frage 8: Werden Sie sich als zukünftiger Bürgermeister/ zukünftige Bürgermeisterin bei allen Entscheidungen im Rat und in den Ausschüssen stets für die klimaschonendere Variante stark machen, auch wenn es interne Widerstände gibt?

    Hr. Freck: Der Klimaschutz wird eine Herzenssache sein. Allerdings kann der Klimaschutz niemals das alleinige und alles andere verdrängende Entscheidungskriterium sein. Das hängt jeweils vom Einzelfall ab. Deshalb kann ich diese Frage angesichts der Fragestellung leider nicht pauschal mit „ja“ beantworten.

    Fr. Müller: Vorab:
    Meine durch und durch positive Einstellung zum Klimawandel und zum Umweltschutz als notwendige Konsequenz ist allgemein bekannt.
    Dieser Linie werde ich als Bürgermeisterin absolut treu bleiben! Ich habe dies vielfach und natürlich auch öffentlich deutlich gemacht – vor wenigen Tagen noch in einer Podiumsdiskussion mit den Jahrgängen Q1 und Q2 unserer Gesamtschule in der dortigen Aula.
    Selbstverständlich werde ich als Bürgermeisterin dem Rat und den Ausschüssen für anstehende Entscheidungen Beschlussvorlagen fertigen, in denen Klima-Aspekte berücksichtigt sind. Allerdings ist auch klar: Die Entscheidungen trifft nicht die Bürgermeisterin, sondern die Politik.

    Hr. Schröer: Widerstände sind dafür da, durch Überzeugungsarbeit und gutes Vorbild gebrochen zu werden. Wie oben beschrieben, ist der Klimaschutz keine Option, sondern Pflicht und Chefsache – eine Herzensangelegenheit sowieso!

    Frage 9: Haben Sie schon konkrete Projekte im Kopf, was Sie in ihrer ersten Amtsperiode anpacken wollen, um die Stadt Fröndenberg in Bezug auf die notwendige Energiewende in allen Sektoren (Strom, Wärme, Mobilität) nach vorne zu bringen?

    Hr. Freck: Es gibt sicherlich einige Möglichkeiten. Gleichwohl halte ich erst einmal an dem Bewährten fest. Damit meine ich den Einsatz von LED, die Wärmedämmung und Isolierung bei Gebäudesanierungsmaßnahmen und auch die weitere Planung von Radwegen. Alles andere sollte in einem koordinierten Prozess gesteuert durch den Klimaschutzmanager entwickelt werden.

    Fr. Müller: Natürlich! Als Beispiel nenne ich mein bereits mehrfach öffentlich angesprochenes Projekt eines gemeinsamen Blockheizkraftwerkes für Schulzentrum, Löhnbad, Lehrschwimmbecken und Sporthallen.

    Hr. Schröer: Ergänzend zu den oben aufgeführten Argumenten:

    1. Vorbild sein
    2. Im Gespräch bleiben
    3. Erfolge feiern
    4. Schauen, wie andere Kommunen bereits erfolgreich im Klimaschutz unterwegs sind (z.B. Kreis Steinfurt)
    5. Fördertöpfe auftun
    6. Das Netz ausbauen
    7. Potenziale für z.B. Blockheizkraftwerke und Bürgerprojekte ermitteln und nutzen

    Frage 10: Wären Sie bereit Ihre aktuelle persönliche CO2-Bilanz (z. B. über den CO2-Rechner des Umweltbundesamtes) zu erstellen oder erstellen zu lassen und diesen Wert zu veröffentlichen?

    Hr. Freck: Ich hätte schon Interesse daran, meine persönliche CO2-Bilanz berechnen zu lassen. Allein schon aus dem Gedanken der Eigensensibilisierung für dieses Thema. Zu einer Veröffentlichung im Kontext mit einer gezielten Öffentlichkeitsarbeit, beispielsweise im Rahmen einer kommunalen CO2- Senkungskampagne, würde ich dann auch bereit sein.

    Fr. Müller: Ich bin aktuell nicht davon überzeugt, dass meine persönliche CO2-Bilanz einer externen Dokumentation bedarf. Ich werde als Bürgermeisterin ein dauerhaftes und nachhaltiges Klima-Controlling unserer Stadt durchführen (lassen). Dies ist ein geeignetes und angemessenes Instrument – öffentlich und transparent.

    Hr. Schröer: Ja. Auch wenn ich durch meine aktuelle, private Situation (Arbeitsplatz Münster) noch keine allzu positiven Ergebnisse erwarte. Aber das wird sich ja ändern, sobald ich Bürgermeister bin.

    Standpunkte Hr. Büscher:

    Die Fridays for Future Bewegung hat der Menschheit die Augen geöffnet und wir müssen uns alle bemühen, unsere Erde zu erhalten. Die ausgegebenen Ziele, den CO²-Ausstoß zu verringern, sollten wir einhalten. Die Stadt Fröndenberg hat genau diese Ziele im Blick und versucht in allen Bereichen klimaneutral zu arbeiten.

    Wir haben in der Vergangenheit z.B. auf papierlose Ratsarbeit umgestellt, LED-Beleuchtung im Stadtgebiet installiert, Blockheizkraftwerke in öffentlichen Einrichtungen sollen installiert, bzw. sind schon installiert worden. Seit vielen Jahren wird in Fröndenberg regenerativer Strom aus Wind- und Wasserkraft erzeugt. 2008 wurde bereits ein Klimarat aus den Fraktionsvorsitzenden ins Leben gerufen, so etwas könnte man wieder anstreben. Ein Klimakoordinator wird zukünftig die Stadt und den Bürgerinnen und Bürger beratend zur Seite stehen.

    Für mich persönlich kann ich festhalten, dass ich sehr wohl an das Klima denke und versuche die Schöpfung zu bewahren. Zu meinem Leben gehören zwei kleine Windräder, die Strom produzieren, genauso wie eine Photovoltaikanlage. Ich heize seit 2009 mit Erdwärme, die mit Solar zusätzlich unterstützt wird und ich fahre ein Hybridfahrzeug. Außerdem habe ich einen schönen grünen Garten, in dem viele Pflanzen und Bäume wachsen und sich Insekten wohl fühlen.

    Mein persönlicher CO²-Abdruck dürfte somit eigentlich positiv ausfallen!

    Natürlich gibt es noch eine Reihe an Maßnahmen, die in der Stadt durchgeführt werden können.

    Öffentliche Gebäude mit Photovoltaikanlagen auszurüsten, wäre schon gut, das Netz der Stadtwerke muss dafür aber auch ausgelegt werden und bedarf einer nicht unerheblichen Investition.

    Wenn wir es jetzt noch schaffen, zukünftige Baugebiete so zu gestalten, dass sie ökologisch gebaut werden (z.B. Geothermie, grüne Bedachung und Photovoltaik, also Niedrigenergiehäuser), wären wir bestimmt nicht auf dem Holzweg.

    Unser beantragter Klimawald wird in diesem Jahr noch angelegt und weitere können folgen. Wir können in diesem Bereich andere Kommunen darauf aufmerksam machen, damit sie es uns gleich tun. Im Hinblick auf die Grünflächenpflege im gesamten Stadtgebiet müssen Blühstreifen angelegt werden, sie sehen nicht nur gut aus sondern sind absolut nützlich für Insekten.

    Ich finde es richtig, dass wir die Stelle des Klimakoordinators befristet ausgeschrieben haben, denn bei allen Vorhaben dürfen wir den Haushalt nicht außeracht lassen.

    Der Kreis Unna fordert immer mehr Geld und unsere Spielräume werden immer enger!

    Wir zahlen die Kreisumlage und finanzieren damit die VKU, die in Fröndenberg gar nicht fährt. Der ÖPNV ist auch ein großes Thema, dem wir uns nicht verschließen dürfen. Hier muss zukünftig einiges bearbeitet werden.

    Wenn alle Menschen einmal für sich selbst an die Umwelt denken und sich an gewisse Regeln halten, können wir viel erreichen. Die Staatsmänner in einigen Ländern dieser Welt nehmen kaum bis gar nicht Rücksicht auf das Klima, da muss angepackt und sensibilisiert werden. Es darf nicht sein, dass z.B. ein Herr Bolsonaro die grüne Lunge aus Profitgründen zerstört, hier muss die weltweite Politik angreifen und diesem Herrn einmal sagen, was er anrichtet.

    Ich denke wir sind in Fröndenberg auf einem sehr guten Weg, aber Fröndenberg rettet das Weltklima alleine nicht! Das muss man leider so deutlich sagen! Es muss weltweit in dieser Sache agiert werden und deshalb finde ich es gut, dass es junge Menschen gibt, denen es eben nicht egal ist, wie sich unsere Welt verändert.

    Nicht nur ich stehe für den Klimaschutz, die FWG tut dies auch und hat seine Magazine zur Kommunalwahl klimaneutral drucken lassen. Auch Fröndenberg ist der Klimawandel nicht egal, das haben wir in der Vergangenheit gezeigt und denken auch zukünftig daran, deshalb finde ich den Ausruf des Klimanotstandes für Fröndenberg unpassend.


Antworten der Kandidatin und Kandidaten für den Landratsposten

Der Kreis Unna veröffentlichte: Um das Amt des Landrates können sich Mario Löhr aus Selm (Jahrgang 1971, SPD), Marco Morten Pufke aus Bergkamen (Jahrgang 1973, CDU), Herbert Goldmann aus Fröndenberg/Ruhr (Jahrgang 1954, GRÜNE), Susanne Schneider aus Schwerte (Jahrgang 1967, FDP) und Andreas Dahlke aus Lünen (Jahrgang 1965, GFL) bewerben.

Der Verein Renergie Ruhr-Hellweg bat die Kandidaten*innen für den Posten des Landrats ebenfalls um eine Stellungsnahmen zu den uns wichtig erscheinenden Fragen zum Klimaschutz.

  1. Thema Klimaneutralität
  2. Frage 1: Welches zeitliche Ziel verfolgen Sie, um die Klimaneutralität des Kreises Unna (Kommune, Privathaushalte, Gewerbe und Industrie) zu erreichen?

    Hr. Dahlke: Ich mache keine Versprechungen, die ich nicht halten kann. Der Kreis Unna hat eine Klimaschutzinitiative beschlossen, die in die richtige Richtung geht. Erfolgreich wird die Transformation jedoch nur dann, wenn alle Kooperationspartner mitziehen. Hierbei werde ich alle Akteure motivieren, ermutigen und bei der Beseitigung von Hürden nach Kräften mithelfen. Die Umsetzung der Klimaschutzinitiative wird für mich Priorität haben. Ich hoffe darauf, dass wir in zehn Jahren schon ein großes Stück weiter gekommen sind. Je früher desto besser.

    Hr. Goldmann: In der aktuellen Coronakrise mit ungewisser Einschätzung, wie lange und mit welchen Folgen diese für die Betroffenen noch andauern wird, erscheint eine reale Prognose zur Erreichung der Klimaneutralität im Kreis ziemlich offen. Zu viele Faktoren und Partner aus der kommunalen Familie, der Wirtschaft sind Teil eines solchen, gesellschaftsübergreifenden Prozesses. Dennoch sind alle Anstrengungen zu unternehmen, das vor der Krise gesetzte Ziel von 2035 einzuhalten.

    Hr. Löhr: Ich halte mich da zunächst einmal an die bundesweiten Zieldefinitionen. Aber eigentlich bin ich auch bei diesem Thema ehrgeiziger als der Durchschnitt. Zudem glaube ich, dass wir hier in der Region beispielsweise als Standort für die Erzeugung von „grünem Wasserstoff“ durchaus wirtschaftlichen Nutzen aus dem notwendigen Klimaschutz ziehen können. Es ist mir wichtig, dass wir keine „Verlierer“ bei der Klimapolitik produzieren. Wir müssen das unter einen Hut bringen. Trotzdem will ich den Kreis Unna deutlich vor 2050 klimaneutral aufstellen.

    Hr. Pufke: Das Ziel der Klimaneutralität sollte spätestens 2050 erreicht sein.

    Fr. Schneider: Der Kreis Unna sollte danach streben, nicht nur klima-, sondern auch umweltneutral zu sein und gleichzeitig Industrie, Wirtschaft und Wachstum zu ermöglichen. Dazu müssen wir auf Technologien und Innovationen setzen und auch als Standort für Innovationen, Studien und Pilotprojekte zur Verfügung stehen. Klimaneutralität sollte möglichst bis 2040 erreicht werden.

  3. Thema Klimanotstand
  4. Frage 2: Was bedeutet das für Sie und was werden Sie als Landrat/rätin konkret verändern, um dem Klimanotstand zu begegnen?

    Hr. Dahlke: Das Bedrucken von Papier bewirkt keinen Klimawandel. Wir müssen schnellstmöglich handeln. Der Klimanotstand verlangt ein Umdenken in vielen Bereichen: von der Mobilität über energetische Sanierung, das ökologische Produzieren, Wirtschaften und Konsumieren bis zur Aufforstung von Flächen. Diese Transformation sollte nicht das Etikett „Verzicht“ tragen, sondern Spaß machen (z. B. Wettbewerbe im Energie sparen, energiebewussten Einkaufen, klimaneutral mobil sein etc.). Klimaschutz ist für mich Chefsache.

    Hr. Goldmann: Auch wenn dieser Begriff nicht in seiner wörtlichen Fassung, sondern vielmehr als „Symbol“ für die Bedeutung des Anliegens zu verstehen ist, dokumentiert diese Entscheidung den Mehrheitswillen des Kreistages, das Thema Klimaschutz und Klimafolgenanpassung auf der Liste der wichtigen anstehenden Aufgaben mit höchster Priorität mit entsprechender Bindungswirkung für die Verwaltung zu versehen. Die entscheidenden Weichen sind gestellt: am 01.09 wird der Kreistag die Klimapolitischen Leitlinien als Basis für das Klimaschutzprojekt verabschieden. Im Rahmen der „Wirkungsorientierten Steuerung“ wird sichergestellt, dass die gesetzten Ziele einer ständigen Überprüfung unterzogen werden.

    Hr. Löhr: Wir haben in Selm, der Stadt in der ich seit elf Jahren Bürgermeister bin, keinen Klimanotstand beschlossen, weil wir schon konkrete Projekte, wie einen Klimaschutzmanager und ein Handlungskonzept verabschiedet hatten. Sie sehen daran, dass es mir auf konkrete Handlungsoptionen ankommt. Aktuell werden im Kreistag „Klimapolitische Leitlinien für den Kreis Unna“ diskutiert und hoffentlich auch verabschiedet. Ich kann überhaupt nicht verstehen, warum CDU und FDP das auf die lange Bank schieben. Da stehen sehr viele Handlungsoptionen drin, die ich für umsetzbar und notwendig halte. Einen besonderen Schwerpunkt will ich auf alles legen, was mit unserer Mobilität zusammenhängt: Also mehr Rad, mehr Bus, mehr Schiene, intelligent vernetzt und mit fairen Preisen! Wir brauchen ein attraktives Angebot, damit die Menschen ihr Auto öfter stehen lassen.

    Hr. Pufke: Es besteht kein Notstand im Kreis Unna.

    Fr. Schneider: Die Ausrufung des Klimanotstandes war ein rein symbolischer Akt, ohne tatsächliche Auswirkungen. Klimaschutz betreibt man jedoch nicht mit Symbolpolitik, sondern mit konkreten Maßnahmen. Eine Kernaufgabe sehe ich in der energetischen Sanierung von öffentlichen Gebäuden.

  5. Thema Klimaschutz im Kreis Unna
  6. Frage 3: Wie sollte der/die Klimaschutzmanager*in im Organigramm der Verwaltung eingeordnet sein? Was werden Sie weiter personell tun, um den Anforderungen des Klimaschutzes wirklich gerecht zu werden?

    Hr. Dahlke: A) Der Klimaschutzmanager sollte den Rang einer oberen Stabsstelle haben und nicht der Weisung anderer Fachbereichen unterliegen. Ich erwarte, dass die Person das Denken und Handeln im Kreis Unna kritisch begleitet und in einschlägigen Fällen konstruktive Optimierungslösungen einbringt.
    B) Zum Thema Klimaschutz liegen alle notwendigen Informationen vor. Wir müssen sie nur umsetzen. Dafür brauchen wir nicht unbedingt neues Personal. Vielmehr sollten die aktuellen Mitarbeiter:innen jeweils in ihren Arbeitsbereichen klimafreundlich denken und handeln.

    Hr. Goldmann: Die auf Antrag der GRÜNEN zum 01.08 eingestellte Klimaschutzmanagerin wird in die Stabsstelle beim Landrat eingebunden um die Bedeutung und Unabhängigkeit dieser Stelle zu dokumentieren.

    Hr. Löhr: Ich betrachte Klimaschutz als Querschnittsaufgabe. Damit ist klar, das Thema und die Handlungsoptionen muss in den Köpfen aller ankommen – besonders bei denen, die Entscheidungen treffen und bei denen, die sie umsetzen. Die Frage nach der*m Klimaschutzmanager*in trifft also nicht den Kern. Wir werden diese Position solange haben, wie wir sie benötigen, um das Ziel zu erreichen, Klimaschutz zum Alltag zu machen. Das ist mir wichtig!

    Hr. Pufke: Die Stelle ist im Fachbereich 69 gut angesiedelt.

    Fr. Schneider: Das Projekt des Klimaschutzbeauftragten ist wie erwähnt zeitlich befristet. Am Ende der Projektzeit muss überprüft werden, was erreicht wurde und welche Projekte zukünftig angegangen werden müssen, um den Kreis Unna klimafreundlich zu gestalten.

    Frage 4: Wie wollen Sie sicherstellen, dass der Klimanotstand wirklich in den Köpfen der Bürger*innen sowie in Ihrer Verwaltung ankommt?

    Hr. Dahlke: Die Frage unterstellt, irgendjemand könnte das Denken der Menschen „mal eben“ ändern. Eine solche Person gibt es nicht. Klimaschutz wird aktuell noch viel zu sehr mit erhobenem Zeigefinder, mit Verzicht und mit Verlust von Lebensqualität verknüpft. Das alles ist kontraproduktiv: Was keinen Spaß macht, schiebt der Mensch gerne vor sich her. Deshalb: Die grüne Transformation muss Spaß machen, die Lebensqualität spürbar steigern und sich bestenfalls obendrein noch ökonomisch lohnen (z. B. Verkehrswende durch kostenlose Nutzung von Bus und Bahn). Wir müssen auch eine Weiterbildungsoffensive bei den Mitarbeiter:innen umsetzen. Jeder Beschlussvorschlag muss künftig auch auf den Sachverhalt der Klimaverträglichkeit dezidiert eingehen - und zwar in allen Gremien des Kreises Unna.

    Hr. Goldmann: Es ist (bereits) beabsichtigt, durch eine verwaltungsinterne Arbeitsgruppe unter Beteiligung aller Fachbereiche alle anstehenden Projekte und Entscheidungen einer Vorprüfung zu unterziehen, inwieweit diese eine „Klimarelevanz“ enthalten bzw. entfalten. So werden z.B. zukünftig bei Bauvorhaben der Einsatz nachhaltiger Stoffe und Produkte bereits bei Ausschreibung geprüft.

    Hr. Löhr: Ich glaube, das Thema ist in den Köpfen angekommen. Die Sorgen und Nöte rund um die Covid19-Pandemie haben das aktuell vielleicht ein bisschen überdeckt – aber, das Thema Klimaschutz ist präsent. Jetzt müssen wir die Alternativen schaffen, die Klimaschutz, Arbeit und Alltag mit einander kompatibel machen. Zum Thema Verkehr habe ich schon etwas gesagt, Energieerzeugung steht aber ebenfalls auf der Agenda und viele andere Themen auch: regionale Beschaffung, Verwendung von klimaneutralen Materialien etwa beim Bau, … Ohne solche Angebote wird es schwierig. Da, wo Politik und Verwaltung „Taktgeber“ sein müssen, will ich, dass wir mit guten Beispielen vorangehen. Bei anderen Projekten müssen wir Partner gewinnen, mit denen wir weiterkommen, beim Ausbau der Elektromobilität etwa oder – einen Schritt weiter – bei der Erzeugung von „grünem Wasserstoff“. Bei der Energiewende zeigt sich ja, dass wir mit Initiativen aus der Bürgerschaft einiges erreichen können.

    Hr. Pufke: Siehe meine Antwort zu Frage 2.

    Fr. Schneider: Klimaschutz muss sich ähnlich wie eine gelungene Fahrradkultur entwickeln und wachsen. Erzwungene Maßnahmen sind zwar möglich, häufig jedoch nicht nachhaltig, denn niemand ändert eingefahrene Verhaltensweisen von Grund auf und dauerhaft nur durch Zwang. Daher müssen die Strukturen passen, die es dem Einzelnen ermöglicht, sich umweltfreundlich zu verhalten. Der Klimaschutzmanager hat hier die besondere Aufgabe, diese Rahmenbedingungen zu schaffen. Auch die Volkshochschulen im Kreis Unna können mit entsprechenden Kursen einen Beitrag zur Information leisten.

  7. Klimaschutz als gesamtgesellschaftliche Aufgabe
  8. Frage 5: Werden Sie als Landrat/rätin dafür sorgen, dass alle gesellschaftlichen Gruppen und auch die Wirtschaft im Kreis zur Umsetzung der Energiewende aufgefordert und eingebunden werden?

    Hr. Dahlke: Ja, das wäre mein Ziel. Daran würde ich nach Kräften arbeiten. Der grüne Kreis Unna - das wäre für mich ein gesellschaftliches aber auch Marketingziel. Mit Klimaschutz kann man auch seine Produkte bewerben: „Made im klimafreundlichen Kreis Unna“.

    Hr. Goldmann: Die jetzige Klimakonferenz beim Kreis hat gezeigt, welch hohes Interesse nicht nur bei den Umweltverbänden, sondern auch bei den Unternehmen im Kreis, der Wirtschaftsförderungsgesellschaft (WfG), den heimischen Energieversorgern u.a. besteht. Diese mitzunehmen ist vorrangiges Ziel einer erfolgreichen Energiewende. Gelingen wird dieses Ziel aber nur, wenn es auf einem partnerschaftlichen Miteinander basiert, der die unterschiedlichen Rollen und Positionen erfasst und berücksichtigt.

    Hr. Löhr: Ja! Das ist genau mein Politikansatz. Als Bürgermeister in Selm habe ich sofort einen sogenannten „langen“ Tisch (es gab keine runden Tische, die genug Platz boten) ins Leben gerufen. Das hat gut funktioniert, dabei sind wichtige Impulse herausgekommen. Ich bin auch fest davon überzeugt, dass alle Themen, die den Klimawandel betreffen, nur als gesellschaftliches Gesamtprojekt zu lösen sind, deshalb ein klares „Ja“ zu dieser Frage.

    Hr. Pufke: Ja.

    Fr. Schneider: Wie in Düsseldorf beschlossen kann ich mir eine Kommission Klimahilfe vorstellen, in der jeweils Fraktionsvertreterinnen und -vertreter zusammen mit der Verwaltung wichtige Bausteine zur Erreichung der Klimaneutralität vorberät und anschließend den Fachausschüssen und dem Rat zur Abstimmung vorschlägt. Zu den Sitzungen können jeweils auch weitere Akteure eingeladen werden.

    Frage 6: Welche Maßnahmen bzw. Anreize werden Sie ergreifen, damit das große Potential der Fassaden und Dachflächen von Gebäuden (privat, gewerblich und kommunal) für die Installation von Solaranlagen stärker als bisher genutzt wird?

    Hr. Dahlke: Ich werde mich dafür einsetzen, dass Neubauten generell ökologisch und klimafreundlich errichtet werden. Das lässt sich z. B. Über die Bauordnung festschreiben. Was die Bestandsimmobilien betrifft, sollten bürokratische Hürden schnellstmöglich abgebaut und Eigentümer mit fachlich fundierten wie individuell maßgeschneiderten Hilfestellung überzeugt werden. Was das Finanzielle betrifft: Vorhandene Fördertöpfe sollten bekannt gemacht und ausgenutzt werden (z. B. KfW-Mittel für Energieeffizient).

    Hr. Goldmann: Die Zuständigkeit in dieser Frage liegt primär bei den Kommunen im Rahmen der kommunalen Selbstverwaltung. Ausnahmen sind ggf. gegeben, wenn die kreisweite WfG im Rahmen eigener Projekte über die Neuansiedlung von Unternehmen zu entscheiden hat. Da es aber sinnvoll erscheint, ein in sich schlüssiges Konzept für das Kreisgebiet zu erreichen, bedarf es auch hier einer gemeinsamen Linie zwischen Kreis und den kreisangehörigen Kommunen.

    Hr. Löhr: Sie haben es ja in Fröndenberg vorgemacht und schon einige Projekte umgesetzt. Ich will mir das im Kreis mit seinen Möglichkeiten auf eigenen Gebäuden oder etwa im Wohnungsbau der UKBS genau ansehen. Und dann gilt: Mit gutem Beispiel vorangehen.

    Hr. Pufke: Ich werde eine effiziente Energieberatung unterstützen.

    Fr. Schneider: Große Dachflächen sollen verstärkt mit Photovoltaik- und Solarthermieanlagen ausgestattet werden. Firmen tun dies vermehrt und vermieten sozusagen diese Flächen. Die Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle bietet hier umfassende Fördermöglichkeiten an. Auch hier kann der Klimaschutzmanager Bürgerinnen und Bürgern weiterhelfen und Aufklärung leisten.

  9. Klimaschutz eine Herzenssache des/der neuen Landrates/rätin?
  10. Frage 7: Werden Sie sich als zukünftige Landrat/ zukünftige Landrätin bei allen Entscheidungen im Kreis stets für die klimaschonendere Variante stark machen, auch wenn es Widerstände gibt?

    Hr. Dahlke: Ich bin von Beruf grüner Unternehmer (Landschafts- und Gartenbau). Mein Herz hängt an der Natur. In der Politik sind Widerstände an der Tagesordnung. Klar ist, dass Umwelt- und Klimaschutz für mich eine obere Priorität haben. Es kann im Einzelfall sein, dass ein wichtiges Projekt zu Lasten der Natur und Umwelt durchgeführt werden muss. Für diesen Ausnahmefall werde ich mich aber für eine Überkompensation des ökologischen Schadens stark machen.

    Hr. Goldmann: Als „GRUENER“ Landrat lege ich allein aus meinem politischen Grundverständnis einen hohen Stellenwert auf alle ökologischen Belange. Eine „Ausschließlichkeit“ wird es schon allein auf der Grundlage der gesetzlich verbindlichen Rahmenbedingungen nicht geben können, da auch eine Verwaltung an wirtschaftliches Handeln gebunden ist.

    Hr. Löhr: Ich stehe dafür, alle Aspekte ins Auge zu fassen – „das Ganze im Blick“, wenn Sie so wollen. Klimaneutralität steht dabei ganz oben auf der Skala – keine Frage. Wir sollten aber nicht so tun, als würde es in Zukunft nicht auch Flächenverbrauch geben oder Autoverkehr mit Verbrennern. Das klar vor Augen, sage ich: Ja zu ihrer Frage.

    Hr. Pufke: Ökologische, ökonomische und soziale Aspekte müssen in jedem Fall gut abgewogen werden.

    Fr. Schneider: Entscheidungen sollten nicht allein anhand eines Kriteriums getroffen werden. Nur in der Abwägung aller Faktoren können sinnvolle Lösungen gefunden werden

    Frage 8: Haben Sie schon konkrete Projekte im Kopf, was Sie in ihrer ersten Amtsperiode anpacken wollen, um den Kreis Unna in Bezug auf die notwendige Energiewende in allen Sektoren (Strom, Wärme, Mobilität) nach vorne zu bringen?

    Hr. Dahlke: Auf meiner Vorstellungstour durch Städte und Gemeinden im Kreis Unna habe ich immer wieder hören müssen, dass man zu wenig oder gar nicht miteinander spricht. Das ist ein Unding. Um in Sachen Klimaschutz voranzukommen, brauchen wir eine gute Kommunikation im Kreis in Sachen Nachhaltigkeit und Klimaschutz. Dieses zu erreichen, gehört zu meinen ersten Aufgaben.

    Hr. Goldmann: Mit Hinweis auf meine Ausführungen zu den Fragen 1 und 5 erscheint mir die Nennung konkreter Projekte zum jetzigen Zeitpunkt verfrüht und nicht angemessen. Nehme ich die Frage ernst, alle gesellschaftlichen Gruppen in einen offenen Prozess einzubinden, sind sowohl anstehende Projekte, deren Überprüfung auf Realisierbarkeit und einer erforderlichen Priorisierung, das Ergebnis gemeinsamer Beratungen und Entscheidungen. Eigene Projekte bereits jetzt voranzustellen, würden die Ernsthaftigkeit und den Erfolg eines solchen Prozesses unnötig infrage stellen.

    Hr. Löhr: Ich habe für die ersten Jahre einer Amtszeit als Landrat zwei Kernprojekte: Die Mobilität jenseits des KfZ fördern. Also den Umstieg auf ÖPNV, SPNV und Rad. Bei diesem Thema haben wir erstklassige Vorarbeiten, mit der fahrtwind-App, den Radstationen und unserer VKU, vor allem im Zusammenspiel untereinander. Da müssen wir weitermachen. Wir haben aber auch noch ein paar Hemmnisse abbauen. Nehmen wir nur den Übergang vom Westfalentarif zum VRR, die Erreichbarkeit in den Abendstunden, eine schnellere Linienführung oder die „letzte Meile“, die wir mit einem großen Bus nicht bedienen können. Ich möchte autonomes Fahren austesten und neue Antriebe bei Bussen und dem Fuhrpark des Kreises und seiner Gesellschaften. Ein anderes Thema ist das Ende, der Kohle-Ära bei der Energieerzeugung. Da ist unsere Region – unser Kreis im Norden – stark betroffen. Ich will das als Chance nutzen und die Mittel, die uns der Bund zur Verfügung stellen will in wenigen klar definierten Projekten bündeln, die Arbeit und Klimaschutz mit einander verbinden.

    Hr. Pufke: Für Projekte und Innovationen bietet sich die Kreislauf- und Ressourcenwirtschaft als Branchenschwerpunkt an.

    Fr. Schneider: Neue Gebäude in kommunaler Hand stets möglichst energieeffizient gebaut und betrieben werden. Dabei sollte stets nach den aktuellen Standards (z. B. Passivhaus) gehandelt werden, die für die Form von Gebäude am sinnvollsten eingesetzt werden kann. Energieversorger, die Stromleitungen zu den Endverbrauchern verlegen und betreiben wollen, sollten stärker in die Verantwortung genommen werden. Sie sollen Konzessionsabgaben entrichten, die wiederum in einen Klimaschutzfonds eingezahlt werden, um damit zielgerichtete Maßnahmen für den Umwelt- und Klimaschutz zu finanzieren. Im Mobilitätsbereich kann ein gesunder Mix aus einem verbesserten ÖPNV, einem Ausbau der Elektromobilität und einer verbesserten Fahrradkultur einen entscheidenden Beitrag leisten.

    Frage 9: Wären Sie bereit, Ihre aktuelle persönliche CO2-Bilanz (z. B. über den CO2-Rechner des Umweltbundesamtes) zu erstellen oder erstellen zu lassen und diesen Wert zu veröffentlichen?

    Hr. Dahlke: Im Prinzip schon. Einerseits wollen wir ja voneinander lernen. Andererseits möchte ich vermeiden, dass solche persönlichen Bilanzen zum Datenmissbrauch anregen oder dazu dienen, bestimmte Menschen an den Pranger zu stellen. Ich persönlich würde mitmachen; ich hätte aber auch Verständnis, wenn sich jemand nicht outen möchte.

    Hr. Goldmann: Zu meinem politischen Grundverständnis gehört eine hohe persönliche Transparenz insbesondere im politischen Wirken nach innen und nach außen. Die Frage, ob sich ein Landrat zwingend auch in seinem privaten Umfeld „ins Schaufenster“ einer öffentlichen Betrachtung stellen sollte, habe ich für mich noch nicht abschließend beantwortet.

    Hr. Löhr: Ich bin sicher, da ist noch viel Luft nach oben, was meine persönliche CO²-Bilanz angeht. Ich nehme es sportlich und als Ansporn – also: Ja.

    Hr. Pufke: Gerne - in der Funktion als Landrat.

    Fr. Schneider: Mir ist es wichtiger, konkrete Maßnahmen auf den Weg zu bringen, als teilweise sehr persönliche Angabe bürokratisch in einen Rechner einzugeben. Eine Maßnahme wäre auch die weitere Umstellung des Fuhrparks auf E-Autos und Hybridfahrzeuge.



Kommunalwahl in NRW - Fragen zum Klimaschutz an die Kandidatinnen und Kandidaten

Am 13. September finden in NRW die Kommunalwahlen statt. Unter anderem werden der Landrat für den Kreis Unna und der Bürgermeister in Fröndenberg gewählt. Der Verein Renergie Ruhr-Hellweg hat einige Fragen an die Kandidatinnen und Kandidaten gestellt und gebeten, zu erläutern wie ihre zentralen Positionen bezüglich des Klimaschutzes sind.

Es folgen die Anschreiben an die Kandidatinnen und Kandidaten. Die Fragen sind hier:
Fragen Kandidatur Landrat
Fragen Kandidatur Bürgermeister

Sehr geehrte Dame, sehr geehrte Herren,

Sie kandidieren für das Amt des/der Landrats/rätin im Kreis Unna. Wir beglückwünschen Sie zu dieser Entscheidung und Ihren Mut, sich diesem demokratischen Prozess zu stellen. Wir finden es ausgesprochen positiv, dass es so viele Kandidaten sind, die sich für dieses Amt bewerben. Dies erlaubt eine politische Auseinandersetzung und Diskussion um bestimmte Themen, die die Menschen umtreiben.

So geht es auch uns. Wir sind ein gemeinnütziger Bürgerenergieverein, ansässig in Fröndenberg, aber über die Stadt hinaus im weiteren Umkreis aktiv. Wir setzen uns ein für erneuerbare Energien und haben mehrere Bürgersolaranlagen auf den Weg gebracht. Wir informieren Bürger über die Energiewende und Themen des Klimaschutzes. Wir gehen davon aus, dass Sie unseren Verein kennen und dass Ihnen unsere Aktivitäten bekannt sind. Weitere Informationen entnehmen Sie bitte unserer Homepage.

Mit diesem Anspruch möchten wir gerne Ihre Einstellung und Ihre Vorstellungen zu dem Klimawandel kennen lernen. Wir möchten uns ein Bild davon machen, welche Priorität Sie dem Klimaschutz und der Umsetzung der Energiewende einräumen. Der Kreis Unna hat im letzten Jahr, so wie viele andere Kreise, Städte und Kommunen in NRW und ganz Deutschland, den Klimanotstand erklärt und damit die Dringlichkeit von Veränderungen deutlich gemacht. Ein "Weiter so" darf es nicht mehr geben. Die Corona-Pandemie hat dieses zentrale Thema ein wenig verdrängt. Doch die Klimaveränderung geht unaufhörlich weiter und wird, wenn nicht massiv gegengelenkt wird, unser Zusammenleben noch mehr beeinträchtigen, als es Corona je vermag.

Da eine öffentliche Diskussion in Corona-Zeiten sehr schwierig ist, erlauben wir uns Ihnen beigefügtes Papier zu senden und bitten Sie, uns diese Fragen bis zum 31.08. zu beantworten.Wir beabsichtigen diese Fragen und Ihre Antworten dem Hellweger Anzeiger zur Veröffentlichung zu geben.

Wir verstehen, dass Sie von vielen Bürgern und Gruppen zu wichtigen Themen befragt werden, würden uns aber sehr freuen, wenn Sie dem Klimaschutz in unserem Kreis diesen Stellenwert einräumen.

Vielen Dank im Voraus für Ihre Bemühungen.

Sehr geehrte Dame, sehr geehrte Herren,

Sie kandidieren für das Amt des/der Bürgermeisters/in in Fröndenberg. Wir beglückwünschen Sie zu dieser Entscheidung und Ihren Mut, sich diesem demokratischen Prozess zu stellen. Wir finden es ausgesprochen positiv, dass es so viele Kandidaten sind, die sich für dieses Amt bewerben. Dies erlaubt eine politische Auseinandersetzung und Diskussion um bestimmte Themen, die die Menschen umtreiben.

So geht es auch uns. Wir sind ein Bürgerenergieverein mit Sitz in Fröndenberg, sehen uns aber ebenso der umliegenden Region verpflichtet. Wir setzen uns ein für erneuerbare Energien und informieren Bürger über die Energiewende und Themen des Klimaschutzes. Wir gehen davon aus, dass Sie unseren Verein kennen und dass Ihnen unsere Aktivitäten soweit bekannt sind. Weitere Informationen entnehmen Sie bitte unserer Homepage.

Mit diesem Anspruch möchten wir gerne Ihre Einstellung und Ihre Vorstellungen zu dem Klimawandel kennen lernen. Wir möchten uns ein Bild davon machen, welche Priorität Sie dem Klimaschutz und der Umsetzung der Energiewende einräumen. Fröndenberg hat im letzten Jahr, so wie viele andere Städte und Kommunen in NRW und ganz Deutschland auch, den Klimanotstand erklärt und damit die Dringlichkeit von Veränderung deutlich gemacht und dass es ein "weiter so" nicht mehr geben darf. Die Corona-Pandemie hat dieses zentrale Thema ein wenig verdrängt. Doch die Klimaveränderung geht unaufhörlich weiter und wird, wenn nicht massiv gegengelenkt wird, unser Zusammenleben noch mehr verändern, als es Corona je vermag.

Da eine öffentliche Diskussion zu Corona-Zeiten sehr schwierig ist, erlauben wir uns, Ihnen beigefügten Fragenkatalog zu senden und bitten Sie, uns diese Fragen bis zum 31.08. zu beantworten.

Parallel gehen diese Fragen an den Hellweger Anzeiger. Wir möchten gerne diese 10 Fragen und Ihre Antworten dort veröffentlichen. Wir verstehen, dass Sie von vielen Bürgern und Gruppen zu wichtigen Themen befragt werden, würden uns aber sehr freuen, wenn Sie dem Klimaschutz in unserer Stadt diesen Stellenwert einräumen.

Vielen Dank im Voraus für Ihre Bemühungen.


12.08.20: Jahreshauptversammlung

Die Jahreshauptversammlung (JHV) findet am 12. August um 19:00 Uhr in der Kulturschmiede, Ruhrstr. 12 in Fröndenberg statt. Hier haben wir sehr gute Bedingungen, um die behördlichen Vorgaben zur Corona-Pandemie einhalten zu können. Daher ist auch diese JHV öffentlich und Gäste sind herzlich willkommen.

Der Verein hat sich coronabedingt seit März nicht mehr treffen können. Der Vorstand hat aber die Zeit dennoch genutzt und in mehreren Videokonferenzen ein Vereinskonzept erstellt, das in der JHV vorgestellt und verabschiedet werden soll. Mit diesem Papier soll die Vereinsarbeit in Zukunft noch besser gestaltet und auf breitere Füße gestellt werden. In diesem Jahr finden keine Vorstandswahlen statt.

Die Klimakatastrophe hat trotz Corona nicht Halt gemacht und die Klimaerwärmung schreitet weiter voran. Man muss sogar befürchten, dass die gewaltigen finanziellen Unterstützungsmaßnahmen von EU, Bund und Ländern zur Überwindung der Coronakrise die alten Technogien und Gewohnheiten unterstützt und klimaschonende Projekte unter den Tisch fallen.

Hier will sich der Verein auch zukünftig weiter engagieren und mithelfen, dass der Klimaschutz in unserer Region den Stellenwert bekommt, den die Politik mit der Erklärung des Klimanotstands vor Corona-Zeiten schon mal eingeräumt hat.

Der Verein freut sich, wenn neben den Vereinsmitgliedern auch andere interessierte Klimaschützer dieser Einladung folgen und mit uns diskutieren, wie wir die Energiewende in unserer Region mitgestalten können. Wer Interesse hat, Renergie hierbei zu unterstützen und den Klimaschutz in unserer Region zu stärken, ist am 12.08. sehr herzlich eingeladen. Eine Anmeldung über info@renergie-ruhr-hellweg.de ist wünschenswert. Bitte Mund-Nasen-Schutz mitbringen.

Bei uns finden sowohl Klimaschützer als auch technikversierte Energiewender ausreichend Diskussionspartner. Weitere Infos auf unsere Homepage www.renergie-ruhr-hellweg.de

Wir würden uns sehr freuen, wenn eine große Anzahl von Mitgliedern zur JHV kommen.

Die Versammlung ist wie immer öffentlich, es dürfen also auch Gäste mitgebracht werden. Allerdings bitten wir auch dann um eine vorherige Anmeldung, damit wir die entsprechende Anzahl der Sitzplätze aufstellen können.


Heizen - Duschen - Klimaschutz?

Am Freitag, den 08.März.2019, gibt es eine Informations-Veranstaltung zum Thema Heizen und Warmwasser. Es wird diskutiert, wie hierbei Wirtschaftlichkeit und Klimaschutz unter einen Hut gebracht werden können.

Die Veranstaltung findet in der Kulturschmiede Fröndenberg, Ruhrstr. 12, statt. Einlass ist ab 16 Uhr.

8.3.19:Heizen, Duschen, Klimaschutz

Der Bürgerenergieverein Renergie Ruhr-Hellweg e.V. veranstaltet zusammen mit den Stadtwerken Fröndenberg auch in diesem Jahr wieder eine Bürger-Informationsveranstaltung. Hauptthema der Fachvorträge ist die regenerative Erzeugung von Wärme im Privathaus zum Heizen und für das warme Wasser.

Der erste Vortrag steht unter dem Motto: "Heizen mit erneuerbaren Energien". Hr. Müller, Verbraucherzentrale NRW, referiert über die Nutzung von regenerativer Energie zur Wohnraumbeheizung und Warmwassererzeugung in Ein- und Mehrfamilienhäusern. In Fokus stehen hierbei Wärmepumpen (Luft und Sole) und Solarthermie ggf. auch Pelletheizungen. Was ist für welche Häuser zu empfehlen und wie rechnet sich das? Wo gibt es Fördergelder, die einen umsteigewilligen Bürger ermutigen sollten, zu investieren.

Die zweite Präsentation wird Hr. Daub von der Energieagentur NRW zeigen. "Bürger und Klimaschutz - Wie Bürger die Energiewende voranbringen", dazu werden Informationen u.a. über Mieterstrommodelle, Möglichkeiten zur Bürgerbeteiligung gegeben.

8.3.19:Heizen, Duschen, Klimaschutz



22.06.18: Bürger-Info-Veranstaltung zur lokalen Energiewende

Renergie Flyer
Logo

Der Bürgerenergieverein Renergie Ruhr-Hellweg e.V. und die Stadtwerke Fröndenberg führen auch in diesem Jahr wieder eine gemeinsame Veranstaltung zur lokalen Energiewende durch.

Diesmal wollen wir eine Informationsplattform für Bürger anbieten. Ein Fokus ist hierbei die E-Mobilität mit dem Schwerpunkt E-Autos und Ladepunkte. Das zweite Thema behandelt die Nutzung der Photovoltaik auf Hausdächern. Zu beiden Themen haben wir uns bereits zwei sehr fachkundige Referenten gesichert. Die Veranstaltung findet am 22.06.2018 von 16:00 bis 20:00 Uhr in der Kulturschmiede in Fröndenberg, Ruhrstraße 12 statt.

Das Thema Elektromobilität, auch durch die aktuelle Umweltdiskussion um die Dieselfahrzeuge angeregt, macht neugierig. Wie gut sind E-Autos bereits heute? Was sind die real erzielbaren Reichweiten, wie und wo kann ich laden? Sind die Kosten wirklich noch deutlich höher als beim Verbrenner?

PV-Anlage

Auch bei den PV-Anlagen gibt es neue Chancen. Weiter sinkende Kosten für Module und Speicher bringen nicht nur Umweltschützer auf den Plan, sondern auch nüchterne Kaufleute, die wissen, dass die Zukunft der Energieversorgung elektrisch ist. Dafür sind unabhängige Informationen für nächsten Anschaffung wichtig.

Es besteht die Möglichkeit, einige Elektro-Autos im Forum zu besichtigen.
Umrahmt wird die Veranstaltung von einer Ausstellung zur Energiewende des Solarfördervereins Deutschland.

Der Eintritt ist frei.



23.09.17: Pressemitteilung

Renergie hat 6. Bürgerbeteiligung an Photovoltaikanlagen realisiert

Der Bürgerenergieverein Renergie Ruhr-Hellweg e.V. hat die Gründung einer weiteren Bürgersolar-Gesellschaft geschafft. Viele Bürger aus der Region Ruhr-Hellweg bis Dortmund haben sich an dem großen Solarpark auf der Deponie Deusenberg in Dortmund-Huckarde beteiligt. Hiermit wurde auch dem Wunsch der Stadt Dortmund Rechnung getragen, eine aktive Teilhabe von Bürgern aus dem unmittelbaren Umkreis zu ermöglichen.

Als Geschäftsführer der Solargesellschaft wurde der frühere Kämmerer der Stadt Fröndenberg, Herr Jürgen Focke gewählt, der als Dortmunder Bürger auch recht nah am Ort des Geschehens ist.

Wie bereits berichtet hat das Fröndenberger Unternehmen ENTEGRO Photovoltaik-Systeme GmbH in enger Abstimmung mit der Stadt Dortmund die 3,5 MWp große Photovoltaikanlage-Anlage auf der Deponie Deusenberg errichtet. Die Anlage ist bereits im April 2017 in Betrieb gegangen und speist seitdem Strom ins öffentliche Netz. Am 08. Juni wurde die Anlage offiziell von der Stadt Dortmund eröffnet.

Dies ist bereits die sechste Bürgerbeteiligung an einer Photovoltaikanlage, die der Verein mit Sitz in Fröndenberg in der Region auf den Weg gebracht hat. In der Summe hat Renergie in den 6 Jahren seit seinem Bestehen eine Beteiligung von 1500 kWp ermöglicht und erzeugt damit jährlich etwa 1,4 Mio. kWh Ökostrom. Diese Strommenge entspricht dem jährlichen Stromverbrauch von etwa 400 Durchschnittshaushalten. Der Vorteil dieser dezentralen Stromerzeugung ist der unmittelbare direkte Verbrauch vor Ort, wodurch sich die Notwendigkeit für den Bau der ungeliebten großen Fernübertagungsleitungen ein weiteres Stück verringert.



24.08.17: Beteiligungs-GbR Solarpark Deusenberg

Am 24.08.17 würde die Beteiligungs GbR für den Solarpark Deusenberg in Do-Huckarde gegründet. Die Gesellschafter wählten einen Geschäftsführer aus ihren Reihen und damit kann die GbR ihre Arbeit aufnehmen.


12.07.17: Renergie stellt Projekt Bürger-Energieagentur vor

Der Verein Renergie Ruhr-Hellweg e.V. hat im Rahmen des LEADER-Projekts "Börde trifft Ruhr" (Ense, Fröndenberg, Welver, Werl und Wickede) vorgeschlagen, eine Bürger-Energieagentur für unsere Region zu schaffen.

Der Verein hat Gelegenheit bekommen, seine Projektidee am 12.07.17 der Lokalen Aktiongruppe (LAG) vorzustellen. Die LAG bereitet die Entscheidungen über die Annahme von Projekten vor.



05.07.17: PV-Anlage nicht korrekt angemeldet - Förderung muss zurückgezahlt werden

Solar Module

Ein Landwirt aus Schleswig-Holstein muss fast 50.000 Euro EEG Förderung zurückzahlen. Er hatte übersehen, seine Anlage korrekt bei der Bundesnetzagentur zu registrieren. Bitter, dass der Fehler erst nach zwei Jahren auffiel. Der BGH entschied, dass die Rückforderung rechtmäßig ist.

Einen ausführlichen Bericht zu diesem Fall, der leider kein Einzelfall ist, hat die Süddeutsche Zeitung veröffentlicht: hier



01.07.17: PV-Anlagen im Stammdatenregister registrieren

Neue Verordnungen sollen den Erzeugern von regenerativen Energien das Leben schwer machen, hat man den Eindruck. So ist zum 1. Juli 2017 die Verordnung über das "zentrale elektronische Verzeichnis energiewirtschaftlicher Daten (Marktstammdatenregisterverordnung - MaStRV)" in Kraft getreten.

Viele durch das EEG oder KWK geförderte Anlagen müssen in das Marktstammdatenregister eingetragen werden. Sonst droht eine Reduzierung der Einspeisevergütung.

Die am 20. April verkündete Verordnung wurde offensichtlich mit heißer Nadel gestrickt. Denn eine Eintragung ins Register ist derzeit noch nicht möglich. Die Software ist nicht fertig. Die Nutzung des Web-Portals soll im Herbst 2017 freigeschaltet werden.

Für Neuanlagen gilt solange der bisherige Weg über das PV-Meldeportal, für Bestandsanlagen eine Übergangsfrist bis zum 30.06.2019.

Immerhin erfreulich: "Es werden selbstverständlich keine Bußgeldverfahren für Verzögerungen eingeleitet, die sich aus der verspäteten Verfügbarkeit des Webportals ergeben."

Alle Details können bei der Bundesnetzagentur nachgelesen werden: hier



12.06.17: Photovoltaik gleichauf mit Atomkraft

PV-Anlage

Im Mai haben die Photovoltaik-Anlagen in Deutschland die Rekordmenge von 5,57 Terawattstunden Solarstrom erzeugt. Ihr Anteil lag damit bei 12,3 Prozent der Nettostromerzeugung. Die Atomkraft produzierte 5,65 Terawattstunden und kam auf einen Anteil von 12,5 Prozent. Diese Zahlen wurden vom Fraunhofer-Institut ISE ermittelt und u.a. das PV-Magazin berichtete darüber: link

Das Fraunhofer Institut stellt regelmäßig interessante Fakten und Grafiken zur Stromproduktion zusammen: Energy Charts

Atomstrom wächst weltweit weiter

Gleichzeitig berichtet die Sächsische Zeitung darüber, dass der Trend zu mehr Atomstrom weltweit leider ungebrochen ist. In 30 Ländern ist mit den 449 Reaktoren eine Leistung von fast 400 Gigawatt installiert. Überwiegend in Asien sind weitere 60 Atommeiler in Bau.


Solarpark Deusenberg

Bild Kulturcamp
Eröffnung des Solarparks Deusenberg am 08.06.2017

Der Solarpark Deusenberg ist am 08.06.2017 eröffnet worden. Auf der ehemaligen Müll-Deponie werden nun ca. 13.000 Solarmodule jährlich ca 3,5 Megawatt-Stunden sauberen Strom erzeugen. Dies ersetzt ca 750.000 Liter Heizöl und kann etwa 1.000 Haushalte mit Elektrizität versorgen.

Beim Bau der Anlage wurden Naturschutz- und Freizeit-Belange soweit wie möglich berücksichtigt. Die 55 Meter hohe Halde ist weiterhin bei Mountain-Bikern und Spaziergängern beliebt. Die Aussicht auf Dortmund ist von dieser Höhe beeindruckend.

Der Verein Renergie Ruhr-Hellweg bietet interessierten Bürgen die Möglichkeit, sich im Rahmen eines Bürgerprojekt an der Anlage zu beteiligen. Hierzu sind Informationsveranstaltungen geplant. Ort und Datum werden noch bekannt gegeben. Interessierte Bürger können sich in unsere Interessentenliste aufnehmen lassen und werden dann per E-Mail informiert: info@renergie-ruhr-hellweg.de

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Photovoltaik gleichauf mit Atomkraft

PV-Anlage

Im Mai haben die Photovoltaik-Anlagen in Deutschland die Rekordmenge von 5,57 Terawattstunden Solarstrom erzeugt. Ihr Anteil lag damit bei 12,3 Prozent der Nettostromerzeugung. Die Atomkraft produzierte 5,65 Terawattstunden und kam auf einen Anteil von 12,5 Prozent. Diese Zahlen wurden vom Fraunhofer-Institut ISE ermittelt und u.a. das PV-Magazin berichtete darüber: link

Das Fraunhofer Institut stellt regelmäßig interessante Fakten und Grafiken zur Stromproduktion zusammen: Energy Charts

Atomstrom wächst weltweit weiter

Gleichzeitig berichtet die Sächsische Zeitung darüber, dass der Trend zu mehr Atomstrom weltweit leider ungebrochen ist. In 30 Ländern ist mit den 449 Reaktoren eine Leistung von fast 400 Gigawatt installiert. Überwiegend in Asien sind weitere 60 Atommeiler in Bau.



Bericht von der Jahreshauptversammlung am 27.04.17

Die diesjährige Jahreshauptversammlung des Bürgerenergieverein Renergie Ruhr-Hellweg e.V. fand am 27.04.2017 in der Gaststätte "Zum Markgraf" in Fröndenberg statt.

Bevor der Vorsitzende Bernd Molitor den Geschäftsbericht des letzten Jahres vortrug, wurde zunächst in einer Schweigeminute dem erst kürzlich verstorbenen Vereinsmitglied Peter Trautner gedacht.

Im Jahre 2016 ermöglichte der Verein die fünfte Bürgerenergiegesellschaft durch eine 25%ige Beteiligung an der 2,2 MW Photovoltaikanlage (PV-Anlage) in Dortmund-Grevel. Das Jahr 2016 war geprägt durch Bemühungen des Vereins, Partner für die lokale Energiewende zu finden. So gab es verschiedene Treffen und Veranstaltungen mit den Stadtwerken aus der LEADER-Region, um sich gemeinsam über die heutigen technischen Möglichkeiten zur regenerativen Energieerzeugung auszutauschen.

Darüber hinaus arbeitet der Verein an Förderprojekten, um den Schutz des Klimas und dem damit verbundenen nachhaltigen Umgang mit unseren Ressourcen stärker in die Köpfe der Menschen zu bringen. Entsprechende Förderanträge sind gestellt. So wurde u.a. auch die Projektidee der Bürger-Energieagentur weiter ausgestaltet und alle geforderten Formulare eingereicht. Der Verein hofft in Kürze dieses, für die Region zukunftsweisende, Projekt in der lokalen Aktionsgruppe (LAG), dem LEADER Entscheidungsgremium vorstellen zu dürfen.

Bei den turnusgemäßen Vorstandswahlen wurde der alte Vorstand einstimmig im Amt bestätigt. Der Vorstand besteht aus Bernd Molitor (Vorsitzender), Hans-Jürgen Karnatz (Kassierer) beide aus Fröndenberg, Hans-Georg Scholz (2. Vorsitzender) aus Unna und Jürgen Kramer (Beisitzer) aus Bönen.

Aktuell hat der Verein erneut die Möglichkeit, eine Beteiligung an einer großen Photovoltaikanlage in Dortmund als Bürgerenergieprojekt umzusetzen. Erbauer ist die Fröndenberger Firma Entegro, die von der Stadt Dortmund die Zusage für den Bau dieser 3,5 MWp großen PV-Anlage auf der Deponie Deusenberg erhielt. Noch vor den Sommerferien soll das Bürgerprojekt starten und so haben die Bürger aus der Region erneut die Möglichkeit, sich schon mit 1000 € zu beteiligen und damit einen wichtigen Beitrag zur regenerativen Stromerzeugung zu leisten und nicht zuletzt auch Wertschöpfung in die Region zu bringen.

Der Verein wird die Gründung dieser Beteiligungsgesellschaft in der Presse und auf seiner Homepage bekannt geben. Interessenten können sich unter info@renergie-ruhr-hellweg.de informieren. Weitere Bürger-Energieprojekte sind geplant, bedürfen aber noch einer entsprecheden Vorbereitungszeit.

Wer einen aktiven Beitrag zur lokalen Energiewende leisten möchte, Interesse an der Thematik regenerativer Energien sowie den nachhaltigen Umgang mit unseren Ressourcen hat, ist jederzeit gerne bei Renergie Ruhr-Hellweg willkommen. Der Verein trifft sich jedem 2. Mittwoch im Monat in der Gaststätte "Zum Markgraf", seien Sie dabei.



08.03.17: Lokale Wärmewende - Betrifft uns das?

Veranstaltung am 08. März 2017

Bild Lokale Wärmewende
Lokale Wärmewende - 08. März 2017

Bei der Energiewende in Deutschland ist die Wärme eine Energieform, die bisher nur in sehr geringem Maße regenerativ erzeugt wird, am CO2-Ausstoß aber einer hohen Anteil hat. Konkret rund 40 % der energiebedingten CO2 Emission stammen aus dem Wärmemarkt. Der Anteil der erneuerbaren Energien am gesamten Wärmeendenergieverbrauch belief sich im Jahre 2015 aber nur auf 13,2 %. Hier ist großer Handlungsbedarf, der insbesondere den kommunalen Bereich betrifft.

Gemeinsam mit den Stadtwerken Fröndenberg ist es uns nun gelungen, Referenten einzuladen, die über die technischen Möglichkeiten einer klimaschonenderen Wärmeerzeugung und -verteilung informieren. Es geht hierbei um konkrete Wärmeprojekte sowohl für den Gebäudebestand als auch in Neubaugebieten.

Die Veranstaltung findet am Mittwoch, den 08. März 2017 ab 16:00 Uhr in den Räumen der Stadtwerke Fröndenberg statt. Weitere Informationen auf Einladungsflyer: Flyer

Es geht primär um die heute verfügbaren und erprobten technischen Möglichkeiten einer klimaverträglichen Wärme-Nahversorgung, die unabhängig macht und langfristig eine hohe lokale Wertschöpfung verspricht.

Auch wenn diese Techniken bei den aktuellen Preisen für Gas und Öl noch nicht in jedem Falle wirtschaftlich erscheinen, könnte ein geeignetes LEADER-Pilotprojekt, diese Wirtschaftlichkeit für die Region aufzeigen.

Veranstaltung Energiewende 08.03.17 Über unsere Veranstaltung berichtete auch die lokale Presse. Zum Artikel des Hellweger Anzeigers vom 16.03.2017: hier



09.07.16: Mit Solar-Blumen für gutes Klima

Bild Kulturcamp
Peter Trautner übergibt Solarblumen für das Kulturcamp an Birgit Mescher und Stefan Voß.

Peter Trautner vom Verein Renergie Ruhr-Hellweg überreicht solarbetriebene Wackelblumen für das diesjährige Kulturcamp an Birgit Mescher und Stefan Voß.

Im Stadtteiltreff in Menden Bösperde finden vom 11. – 22. Juli Kultur- und Kreativangebote für 10 – 14-Jährige statt. Dort werden Jugendliche auch Modelle mit erneuerbaren Energien bauen. Der Verein Renergie unterstützt das Kulturcamp mit einer Geldspende.

Das frühzeitige Heranführen an dieses auch zukünftig wichtige Thema erscheint nicht nur angesichts des Klimawandels notwendig. Da sich der Verein in vielen Bereichen der erneuerbaren Energien engagiert, freuen wir uns besonders, wenn Jugendliche scheinbar spielerisch an dieses Thema herangeführt werden.

Peter Trautner wird mit Helfern in einem Workshop mit dem Titel „Teenies bauen die neue Welt“ ein solargetriebenes Modell mit jedem Teilnehmer bauen und zusätzlich in einer täglichen Präsentation Neuigkeiten und Beispiele aus der Welt der erneuerbaren Energien zeigen.

Wer kennt schon bakteriengetriebene Lampen, Werbeschilder, die Strom erzeugen und Drachen, die Schiffe antreiben?

Auch die lokale Presse nahm das Thema auf. So berichtete z.B. der Stadtspiegel in seiner Wochenendausgabe vom 09.07.2016: Stadtspiegel vom 09.07.2016



30.06.16: Umweltminister Remmel eröffnet unseren Solarpark in Dortmund-Grevel

Auf einer ehemaligen Hausmülldeponie in Dortmund-Grevel eröffnete NRW-Umweltminister Remmel heute (30.06.2016) unseren Solarpark. "Die Solarenergie ist ein wichtiger Baustein, um die Klimaschutzziele zu erreichen", so der Minister. So betonte der Erbauer der PV-Anlage, Hr. Röttger von der Fa. Entegro aus Fröndenberg, dass mit dieser Anlage jährlich ca. 500.000 Liter Heizöl eingespart werden könnten.

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Dazu werden 14.592 Solarmodule benötigt, die zusammen eine Leistung von 2,4 Megawatt erbringen. Sie belegen drei Hektar Fläche einer ehemaligen Deponie, die nun sinnvoll genutzt werden kann.

Die Investionen für die Anlage betragen 2,4 Millionen Euro. Diese Kosten stemmen eine Betreiber GmbH, an der zu 25% eine von Renergie Ruhr-Hellweg initiierte GbR beteiligt ist. Mit 50% ist die "UNsere Energiegenossenschaft" aus Unna dabei, der Rest ist in der Hand der Fa. Entegro. Dem Erbauer der Anlage war sehr wichtig, dass eine breite Bürgerschaft sich beteiligen konnte.

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Bernd Molitor
Renergie Ruhr-­Hellweg
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Dr. Rumphorst
UNsere Energie­genossen­schaft

In ihren Reden wiesen Vertreter der Betreiber GmbH darauf hin, dass sich die Bedingungen für durch Bürger erbaute Anlagen in den letzten Jahren dramatisch verschlechtert haben. Sie baten den anwesenden Minister darauf hin zu wirken, dass die Energiewende nicht vollends abgewürgt wird.

Aber erstmal wünschen wir der Solaranlage viele sonnige Tage, damit sie weiterhin (sie erzeugt bereits seit April diesen Jahres Strom) ihren Beitrag zum Klimaschutz liefern kann.

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Renergie bei den Blumen Kunst Tagen in Fröndenberg

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Vom 11. bis zum 18. Mai 2016 finden in Fröndenberg die Blumen Kunst Tage statt. Der Verein Renergie Ruhr-Hellweg hat sich auch mit einem Arrangement beteiligt und versucht mit vielen Blumen einen sonnigen Akzent zu setzen. Unsere Sonnenblumen können Sie auf der Wiese vor der Post finden.

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27.04.16: Renergie 5 GbR für Solarpark Grevel gegründet

Mit Unterstützung des Vereins Renergie Ruhr-Hellweg wurde nun die fünfte Bürgerbeteiligungs-Gesellschaft gegründet. Am 27.04.16 gründeten Bürger der Region eine GbR, die sich am Solarpark in Grevel zu 25% beteiligt.

Der Solarpark Grevel in Dortmund ist eine 2,4 MW-Photovoltaik Anlage, die auf der ehemaligen Hausmülldeponie im äußersten Dortmunder Norden erbaut wurde. Der Park besteht aus 14.592 Solarmodulen und wird an das Mittelspannungsnetz der DEW angebunden. Der Park versorgt etwa 950 Haushalte mit Strom. Er erspart der Umwelt jährlich ca. 1.150 Tonnen CO2 oder 450.000 Liter Öl, wenn man den Strom in einem modernen Ölkraftwerk produzieren würde.

Der Solarpark erzeugt bereits seit Ende April 2016 Strom.



Presseberichte zur Veranstaltung am 12.11.15 - Lokale Energiewende

Hellweger Anzeiger



12.11.15: Lokale Energiewende - Unsere Chance für die Zukunft: Einladung zur Infoveranstaltung

Wir laden herzlich zu unserer Informationsveranstaltung "Lokale Energiewende - Unsere Chance für die Zukunft" am Donnerstag, den 12. November um 18 Uhr in den Räumen der Stadtwerke Fröndenberg ein. Weitere Details: hier.

Der Verein Renergie Ruhr Hellweg hat sich im letzten Jahr intensiv im LEADER-Projekt Börde trifft Ruhr eingebracht und hat sicherlich auch einen gewissen Anteil, dass die fünf Kommunen Werl, Welver, Wickede, Ense und Fröndenberg LEADER-Region geworden sind und somit beträchtliche Gelder zur Förderung des ländlichen Raum erwarten dürfen.

Wir als Verein haben im LEADER-Projekt die Idee der Schaffung und Betreibung einer Bürger-Energieagentur eingebracht. Aufgabe dieser Bürger-Energieagentur ist es, Projekte zur regenerativen dezentralen und lokalen Energieerzeugung zu ermöglichen. Dies soll mit den lokalen Stadtwerken und durch aktive Bürgerbeteiligung ermöglicht werden. Gute Vernetzung und eine transparente Informationspolitik sind Grundvoraussetzung für das Gelingen.

Bestimmte Regionen in Deutschland und NRW haben sich bereits vor Jahren aufgemacht, Energiekonzepte aufzustellen, mit dem Ziel alle benötigte Energie in nicht allzu ferner Zukunft zu 100 % durch erneuerbare Energien selbst vor Ort zu erzeugen. Eine solche Region ist der Kreis Steinfurt. Wir haben den Leiter des Amtes für Umweltschutz und Nachhaltigkeit des Zukunftskreises Steinfurt eingeladen, uns von den Ideen und den bisherigen Erfolgen ihrer Mission zu berichten. Wir erhoffen uns hiervon, dass ein Initialfunke auch in unsere Region überspringt und dass unsere Kommunen dies auch als Chance für den ländlichen Raum begreifen.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch und bitten Sie diese Einladung an Interessierte weiterzuleiten.



17.09.15: Renergie besucht den Zukunftskreis Steinfurt

Der Bürgerenergieverein Renergie Ruhr-Hellweg besucht den Kreis Steinfurt, einer der Vorzeigeregionen für lokalen aktiven Klimaschutz in NRW.

Der Kreis Steinfurt ist schon seit vielen Jahren überaus aktiv und betreibt in einem eigenen Amt für Klimaschutz und Nachhaltigkeit eine Organisations- und Informationszentrale, die die Belange einer nachhaltigen Regionalentwicklung im Kreis fördert und strukturiert.

Hier wurde die Vision "Energieland 2050" entwickelt. Bis zu dieser Zeit möchte der Kreis Steinfurt so viel nachhaltige Energie erzeugen, wie selbst verbraucht wird. Dann will man unabhängig sein von außerregionalen Versorgern.

Die Vereinsmitglieder von Renergie Ruhr Hellweg wollen sich von diesen Ideen inspirieren lassen. Sie möchten hieraus Motivation schöpfen für ihre Projektidee einer Bürgerenergieagentur, die sie im Leaderprojekt "Börde trifft Ruhr" eingebracht haben.

Am Donnerstag, den 17.09. sind sie von 15:00 bis 18:00 Uhr im Amt für Klimaschutz und Nachhaltigkeit des Kreises Steinfurt und lassen sich hier Projekte, Initiativen und Leitlinien des – in eigener Bezeichnung – Zukunftskreises Steinfurt vorstellen.

Interessierte Bürgerinnen und Bürger sind herzlich eingeladen mitzufahren. Der Verein bietet Mitfahrgelegenheiten ab Fröndenberg. Abfahrt ist um 13:30 Uhr am Rathaus in Fröndenberg. Die Rückkehr ist für ca.19:30 Uhr vorgesehen. Wir bitten um Anmeldung unter info@renergie-ruhr-hellweg.de.

Der Verein plant eine öffentliche Informationsveranstaltung in Fröndenberg zum Thema lokale Energiewende. Sie soll Mitte November 2015 stattfinden.



25.03.15: Hauptversammlung Renergie

Die diesjährige Hauptversammlung fand am 25.03.15 in der Gäststätte Haeseler in Frömern statt.

Hr. Molitor, Vereinsvorsitzender, stellte den Geschäftsbericht 2014 vor. Darin fanden besondere Beachtung die zahlreichen Aktivitäten zur Öffentlichkeitsarbeit und der Status der vier bisher realisierten Bürgersolaranlagen.

In diesem Jahr standen wieder die Vorstandswahlen an: Gewählt wurden:

  • B. Molitor (Vorsitzender)
  • H.-G. Scholz (2. Vorsitzender)
  • H.-J. Karnatz (Schatzmeister)
  • J. Kramer (Beisitzer)

Als Kassenprüfer wurden gewählt:

  • D. Herrmann
  • S. Venus

Im Anschluss gab B. Molitor einen Ausblick auf die geplanten, bzw. möglichen Aktivitäten in 2015.

Das Protokoll zur Versammlung kann hier, der Geschäftsbericht hier eingesehen werden.